Revolution

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Neben individuellen Akteuren können also auch Gruppen, insbesondere organisierte Gruppen, Macht besitzen und ausüben. Unterstellt wird dann vielfach, dass nur das friedliche Einvernehmen der Gruppe gestört werden solle oder dass Machthunger oder paranoide Motive zugrunde liegen würden. Also liebes linke Gesindel: Umgangssprachlich wird auch die Auflehnung gegen Vorgesetzte in Firmen und Organisationen als Palastrevolution bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

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Thukydides behandelt im Melierdialog die Frage der inneren Macht des Rechts. Recht gebe es nur bei Gleichheit der Kräfte. Machtausübung sei somit in der menschlichen Natur fundiert. Platon setzt sich mit dieser sophistischen Position im Gorgias auseinander: Die anscheinend Mächtigen seien in Wirklichkeit ohnmächtig, da sie nicht das tun, was eigentlich das Ziel jedes vernünftigen Strebens sei, sondern nur, was ihnen gerade als das beste erscheine; d.

Im lateinischen Sprachbereich wird zuerst bei Cicero zwischen potestas im Sinne von Amtsgewalt und auctoritas im Sinne von Ansehen als zwei Formen der Macht explizit unterschieden. Anknüpfend an diese Unterscheidung geht Augustin davon aus, dass Menschen eigentlich nicht über Menschen herrschen können, sondern nur über das Vernunftlose. Die Scholastik hat daraus die Frage abgeleitet, ob der gedachte paradiesische Urzustand ohne alle Formen von Herrschaft gedacht werden muss. Thomas von Aquin schränkt die Machtausübung auf vernünftige Formen der Herrschaft über Freie ein, die zum Guten hinführen.

Wilhelm von Auvergne spezifiziert, dass potentia eine Form der potestas sei, die nur durch den Gehorsam der Untergebenen wirksam ist. Wilhelm von Ockham fokussiert vor allem die Aneignungsmacht der Menschen gegenüber der herrenlosen Natur durch die gemeinsame Herrschaft der Menschen gegenüber der Natur.

Im Eigentum wiederum liegt nach Ockham eine wichtige Machtquelle und zugleich die materielle Grundlage für eine politische Zwangsgewalt, die von der göttlichen Macht unabhängig, jedoch von der Zustimmung der Beherrschten abhängig ist.

Deren Widerstand gegen politische Machtausübung ist damit nicht länger Widerstand gegen die gottgewollte Ordnung, wie es Paulus im Kap. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Marsilius von Padua geht noch weiter in der Delegitimierung geistlicher Machtausübung: Diese ist für ihn ein Widerspruch in sich.

Zur Aufrechterhaltung des Friedens dürfe es nur eine einheitliche Macht geben, die mit Zwangsgewalt ausgestattet ist. Die Macht leite sich zwar von Gott her, aber zu ihrer Durchsetzung benötige sie Zwangsinstrumente, die am ehesten in einer Wahlmonarchie gegeben sind. Während sich die Spätscholastik bis zu Calvin hin weiter um die Rechtsbegründung von Macht konzentrierte, begriff Machiavelli die Macht umgekehrt von ihren Auswirkungen her; sie bedürfe anders als die Autorität nicht der Legitimation, sondern ist eine praktische Tatsache, die nur beschrieben und quasi technologisch optimiert werden kann.

Für Thomas Hobbes ergibt sich aus der Theorie der natürlichen Aneignungsmacht der Menschen gegenüber der Natur und den naturbedingten Machtunterschieden die Vorstellung eines naturrechtlich begründeten Herrschaftsanspruchs eines jeden auf alle anderen. Nur durch Machtkonzentration auf ein von der Rechtsordnung erschaffenes Subjekt — den Staat — kann der aus diesen konfligierenden Ansprüchen aller gegen alle folgende Krieg verhindert werden.

Das natürliche Recht eines Jeden erstreckt sich auf alles das, was durchzuführen in seiner Macht steht. Damit werden natürliches Recht und Macht gleichgesetzt. Aber auch Tugend ist an Macht gebunden, und Macht erscheint als Tugend, wenn sie aus sich heraus Wirkungen produziert und sich der Mensch an diesen Wirkungen erfreut, ohne dass er dieses durch die Überwindung von Widerständigkeit definiert.

Kant entpersonalisiert den Machtbegriff, denkt ihn unabhängig von persönlicher Herrschaft und setzt die Staatsmacht des Obrigkeitsstaates, dem man Gehorsam schuldet, mit Gewalt gleich, ohne deren rechtliche Legitimation als zwingend mitzudenken. Sie reflektieren die bedrohliche Radikalität einer durch die Auflösung konstitutionell-monarchischer Macht freigesetzten Gewaltsamkeit der innerstaatlichen Auseinandersetzungen und identifizieren sich zugleich teils enthusiastisch mit der durch nationale Vereinheitlichung und bürokratische Zentralisierung möglich gewordenen Machtpolitik.

Fichte führt unter dem Einfluss der von ihm republikanisch gedachten Verfassung zunächst Macht und Recht wieder enger zusammen. An die Stelle der Staatsgewalt tritt bei ihm der Begriff der durch Vertrag zu legitimierenden Staatsmacht , die Angreifern entgegentritt; potestas und potentia sind nicht mehr geschieden. Für Adam Müller ist nur eine auf kollektiven Glaubensvorstellungen basierende Macht im Unterschied zur rein physischen Macht legitim.

Zugleich erscheint Hegels Machtbegriff modern insofern, als er quasi interaktiv im Sinne eines Verhältnisses zum Anderen ausgeweitet ist. Macht ist endlich, solange ihr ein Nein entgegengesetzt und sie mit Gewalt ausgeübt wird. Sie ist absolut erst als Freiheit. Jahrhundert die kreative Übertragung des Machtbegriffs und der Analyse machtdominierter Verhältnisse auf viele andere gesellschaftliche Bereiche, z.

Für Marx und Engels stellt die Verwandlung von persönlichen Machtverhältnissen in sachliche Machtverhältnisse das Eigentümliche moderner Gesellschaften dar, welches als transzendentale Macht des Geldes und als Herrschaft des Kapitals zum Ausdruck kommt. Einen anderen Ausgangspunkt der Theoriebildung zum Phänomen der Macht bildet Friedrich Nietzsches Wille zur Macht , eine Formel zur Bezeichnung des unersättlichen Verlangens nach Ausübung der Macht, eines schöpferischen Triebs, der elementares Motiv alles Lebendigen ist und jenseits jeder moralischen Wertung steht.

Dieses Konzept einer trieb- und elitentheoretischen Begründung von Macht wird im Jahrhundert weiter ausgebaut zum postulierten Gegensatz zwischen vitalistischer Aktivität und kultureller Verfeinerung bzw. Es macht sich vor allem in den antimarxistischen Elitentheorien — etwa bei Vilfredo Pareto — geltend. Die Sozialpsychologen French und Raven haben in einer heute klassischen Studie [17] [18] ein Schema von fünf Kategorien entworfen, welche die verschiedenen Machtbasen bzw.

Ressourcen einordnen, auf die sich der oder die Machtinhaber abstützen:. Neben individuellen Akteuren können also auch Gruppen, insbesondere organisierte Gruppen, Macht besitzen und ausüben. Regierung oder Militär, die als Ordnungs- oder Schutzmacht auftreten. Zum anderen verfügen auch privatrechtliche Institutionen wie beispielsweise Unternehmen über unterschiedliche Macht. So stehen sich etwa in Anbieter-Kunden-Beziehungen organisierte Gruppen mit unterschiedlicher Macht gegenüber nach z.

Medienmanipulation , sind wichtige Beispiele für unausgeglichene Machtverhältnisse. Aber auch innerhalb von Unternehmen hat die Macht verschiedener Abteilungen eine hohe Bedeutung für die gemeinschaftlich erzielten Ergebnisse nach z. Engelen und Brettel, Macht hat verschiedene Formen, welche etwa unter den Begriffen Definitionsmacht bzw.

Benennungsmacht, Deutungshoheit Deutungsmacht , Entscheidungsmacht , Verfügungsmacht oder anderen dargestellt werden. Diese sind jedoch ebenfalls in letzter Konsequenz immer nur Formen des Umfangs von Handlungsmacht, welche spezifische Umgebungsaspekte und -strukturen umfassen, die Auswirkungen auf die vorhandene Handlungsmacht haben. Zu den zentralen Merkmalen von Macht gehört deren Tabuisierung durch Verschleierung, Verleugnung , Naturalisierung , Charismatisierung oder Mythologisierung.

Dies gilt meist für sämtliche Akteure Subjekte und Institutionen im Beziehungsgeflecht — sowohl für mächtige Akteure als auch für Akteure, die sich freiwillig oder unfreiwillig unterwerfen. Unterstellt wird dann vielfach, dass nur das friedliche Einvernehmen der Gruppe gestört werden solle oder dass Machthunger oder paranoide Motive zugrunde liegen würden. Die Tabuisierung von Machtverhältnissen ist zugleich ein Kennzeichen von deren Stabilität.

Umgekehrt schwindet mit der Destabilisierung von Machtverhältnissen auch das Vermögen zur Tabuisierung der Machtaspekte. Das Machttabu ist in Wissenschaft und Praxis eher ein Randthema. Beleuchtet wird es ansatzweise etwa in der Soziologie , [23] [22] in der Psychologie insbesondere Psychoanalyse bzw. Wenn Bauteile eigenständig mit der Produktionsanlage kommunizieren und bei Bedarf selbst eine Reparatur veranlassen oder Material nachbestellen - wenn sich Menschen, Maschinen und industrielle Prozesse intelligent vernetzen, dann sprechen wir von Industrie 4.

In der Industrie 4. So können Produkte nach individuellen Kundenwünschen hergestellt werden: Milliarden Euro bis geplante jährliche Investitionen der deutschen Industrie in Industrie 4. Prozent der Unternehmen in der Automobilindustrie nutzen bereits jetzt selbststeuernde Anlagen. Milliarden Euro zusätzliches volkswirtschaftliches Wachstum durch Industrie 4.

Prozent der Unternehmen sehen einen hohen Digitalisierungsgrad ihrer Wertschöpfungsketten im Jahr Wie sieht die Fabrik in der Industrie 4. Was bedeutet das für unsere Wirtschaft? Welche Chancen und Herausforderungen bietet die vierte industrielle Revolution? In der Fabrik der Industrie 4.

Vernetzung findet aber nicht nur innerhalb von "intelligenten Fabriken" statt, sondern über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg — zwischen verschiedenen Akteuren der Wirtschaft: Vom mittelständischen Logistikunternehmen über spezialisierte technische Dienstleister bis zu kreativen Start-ups.

Der Einsatz digitaler Technologien in der Industrie wird eine Vielzahl an neuen Produktionsverfahren, Geschäftsmodellen und Produkten hervorbringen. Eine Produktionslinie muss beispielsweise nicht mehr auf ein Produkt festgelegt sein. Dadurch ändern sich die Anforderungen an die industrielle Fertigung. Durch IT-Unterstützung wird es möglich sein, Bearbeitungsstationen flexibel an einen sich verändernden Produktmix anzupassen.

Dabei können Kapazitäten optimal ausgelastet werden. Darüber hinaus können die automatisierten Analyseverfahren auch Wartungsbedarfe und Ausfallrisiken aufzeigen. Für den Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland bietet das enorme Potenziale: Rund 15 Millionen Arbeitsplätze hängen direkt und indirekt von der produzierenden Wirtschaft ab. Mit der Digitalisierung der Industrie werden sich nicht nur Wertschöpfungsprozesse verändern, es werden auch neue Geschäftsmodelle und neue Perspektiven für Beschäftigte entstehen.

Solch übergreifende Fragen können allerdings nicht einzelne Unternehmen oder Sektoren für sich alleine beantworten. Nur wenn alle relevanten Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft frühzeitig beteiligt werden und partnerschaftlich kooperieren, können wir die vierte industrielle Revolution gemeinsam erfolgreich gestalten. Die Bundesregierung will die enormen Potenziale von Industrie 4. Mit den beiden Förderprogrammen "Autonomik für Industrie 4. Die Wirtschaftskraft Deutschlands hängt vom produzierenden Mittelstand ab.

Es gibt in Deutschland Hunderte Anwender, die Industrie 4. Dass innovative Prozesse, die die Anlagentechnik, IT-Systeme und betriebswirtschaftliche Modelle stärker vernetzen, bereits heute von Unternehmen und Forschungseinrichtungen entwickelt und umsetzt werden, zeigen über Anwendungsbeispiele aus der Praxis. Die Landkarte "Anwendungsbeispiele Industrie 4. Regionale, vom BMWi geförderte Mittelstand 4. In Demonstrations- und Lernfabriken können Unternehmen unter professioneller Anleitung experimentieren und eigene technische Entwicklungen, Schnittstellen zu Produkten oder Kunden testen, bevor sie eigene Investitionen tätigen.

Ergänzt wird das Angebot durch die Mittelstand 4. An besonderen Schwerpunkten in deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden in Testumgebungen komplexe Produktions- und Logistikanlagen unter realistischen Bedingungen erprobt und weiterentwickelt.

Da die Testumgebungen miteinander vernetzt sind, können Produktions- und Anwendungsprozesse in mehreren Testumgebungen realitätsnah nachgebildet werden.

Auf der Landkarte Testumgebungen sind deutschlandweit Forschungs- und Entwicklungsinstitutionen verzeichnet, in denen Industrie 4. Im Dialog mit Unternehmen, Gewerkschaften und Wissenschaft will die Bundesregierung die Voraussetzungen für den Erfolg der vierten industriellen Revolution schaffen.

Ziel der "Plattform Industrie 4. Wie die deutsche Industrie führender Fabrikausrüster bleiben kann, wie der Produktionsstandort Deutschland mit Industrie 4. In thematischen Arbeitsgruppen erarbeitet die Plattform operative Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen zu den Themen Standardisierung und Normung, Sicherheit vernetzter Systeme, rechtliche Rahmenbedingungen, Forschung sowie Aus- und Weiterbildung.

Zudem werden aussagekräftige Anwendungsbeispiele identifiziert, die die erfolgreiche Anwendung von Industrie 4. Der Lenkungskreis mit Unternehmensvertretern entwickelt eine Strategie zur technischen Umsetzung der Arbeitsgruppenergebnisse. Der Strategiekreis mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Industrieverbänden, Wissenschaft, Gewerkschaften, Bundesressorts und Ländern hat die Aufgabe der politischen Steuerung und übernimmt die Rolle von Multiplikatoren in der gesellschaftspolitischen Diskussion zu den Effekten von Industrie 4.

Seit ihrer Gründung hat sich die Plattform Industrie 4. Das Labs Network Industrie 4. Es fasst die wesentlichen technologischen Elemente der Industrie 4. So sind Fragen einheitlicher Normen und Standards sowie der Interoperabilität der Systeme bei globalen Wertschöpfungsketten von zentraler Bedeutung.