Die EZB und die Zinsen: Die Zinssätze erklärt

 · Der Zinssatz in der Wirtschaft wird von der Zentralbank eines Landes festgelegt. Wenn die Zentralbank die Zinssätze auf einem hohen Niveau festlegt, steigen die Kosten für Schulden, was die Menschen davon abhält, Kredite aufzunehmen und die Verbrauchernachfrage zu bremsen/5(87).

In der Privatwirtschaft ist es der leichte Zugang zu Krediten in Kombination mit der Notwendigkeit, über die Runden zu kommen, die die Verbraucher in die Verschuldung treiben. Wir verwenden Cookies auf unserer Website, um Ihren Besuch effizienter zu machen und Ihnen mehr Benutzerfreundlichkeit bieten zu können. Sie legt fest, welche Gebühr eine Geschäftsbank zahlen muss, wenn sie sich für einen Zeitraum bei der Zentralbank Geld leiht.

Was bestimmt den Kurs der G10-Währungspaare?

Die Bundesbahn und das Saarland werden voraussichtlich noch im Januar mit größeren Anleihen herauskommen. Sie werden 6 % Zinsen anbieten. Dies entspricht der Lage am Rentenmarkt.

So wird eine Firma zum Beispiel nur dann eine neue Autofabrik bauen, wenn sie daran glaubt, dass die Menschen in den kommenden Jahren mehr Autos kaufen. Fehlt dieser Glaube, wird die Firma es lieber lassen. Da kann der Kredit noch so günstig sein. Der Zusammenhang erscheint logisch: Niedrige Zinsen führen in der Regel dazu, dass Banken mehr Kredite vergeben. Sie schaffen also neues Geld, das in den Wirtschaftskreislauf kommt. In der Praxis ist der Zusammenhang meist längst nicht so eindeutig.

Obwohl die Zinsen fallen, bleibt die Inflation häufig trotzdem niedrig, so war es zum Beispiel in der Eurozone in den vergangenen Jahren.

Ein Grund dafür kann sein, dass Unternehmen und Verbraucher trotz niedriger Zinsen gar keine Kredite aufnehmen wollen. Das neue Geld gelangt also gar nicht erst in den Wirtschaftskreislauf. Niedrige Zinsen bedeuten nicht nur günstige Kredite für Unternehmen und Verbraucher, sondern auch mickrige Renditen für Sparer. Denn wenn Banken oder Versicherungen mit ihren Finanzanlagen selbst keine hohen Zinsen mehr erwirtschaften, müssen sie notgedrungen auch die Zinsen auf die Einlagen ihrer Kunden senken.

Für Sparer sind dauerhaft niedrige Zinsen eine Katastrophe. Bekamen sie im Jahr im Schnitt noch rund drei Prozent Rendite auf ihr Tagesgeldkonto, sind es mittlerweile eher 0,3 Prozent. Bei vielen Banken und Sparkassen sogar deutlich weniger.

Was das ausmacht, macht ein Rechenbeispiel deutlich: Beträgt der Zinssatz dagegen 0,5 Prozent, bekommt der Sparer nur Denn nicht nur normale Sparanlagen verlieren an Wert, auch wer eine Lebens- oder Rentenversicherung hat, muss damit rechnen, dass er im Alter deutlich weniger Geld rausbekommt als ursprünglich erhofft. Prinzipiell ja, denn der Zinssatz macht natürlich einen gewaltigen Unterschied aus. Wer ein Darlehen über Bei einem jährlichen Zinssatz von 2 Prozent dagegen liegen die Zinskosten nur bei Das ist der Hauptgrund dafür, dass Immobilienkäufe derzeit so beliebt sind.

Ganz so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht, ist es allerdings nicht. Denn weil die Zinsen so niedrig sind und die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern zumindest in Ballungsgebieten extrem gestiegen ist, haben sich auch die Preise der Immobilien in diesen Lagen entsprechend erhöht.

Das relativiert das Zinsschnäppchen zumindest. Deutlich günstiger ist die Lage für Staaten, zumindest dann, wenn sie als vertrauenswürdige Kreditnehmer gelten. Deutschland etwa kann sich seit einiger Zeit fast zum Nulltarif verschulden. Für Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit muss der Bund weniger als ein Prozent Zinsen bieten, für Schuldpapiere mit Laufzeiten von zwei oder fünf Jahren sind mitunter gar keine Zinsen fällig. Einige Ökonomen sind der Meinung, dass das mit der schwarzen Null gar keine so gute Idee ist.

Denn es bedeutet ja, die Schulden nicht zu erhöhen. Neue Kredite werden also nur aufgenommen, wenn alte Anleihen auslaufen. Irgendwann werden die Zinsen wieder steigen - die amerikanische Notenbank Fed hat schon Ende den Anfang dazu gemacht und treibt den Leitzins nun Stück für Stück weiter nach oben.

Der Fed ist das bewusst, sie hat lange gezögert, den ersten Schritt zu machen. Denn schon kleine Bewegungen können an den Finanzmärkten für Angst und Schrecken sorgen. Auf den verschiedenen Märkten wirken sich Zinsen unterschiedlich aus:. Problematisch wird es bei steigenden Zinsen für Kreditnehmer, die Verträge mit einem sogenannten variablen Zins abgeschlossen haben - bei denen der Zinssatz nicht festgeschrieben ist, sondern je nach Höhe des allgemeinen Zinsniveaus variiert.

Für diese Schuldner wird die Belastung schlagartig höher, wenn die Zinsen steigen. Das war zum Beispiel kurz vor der Finanzkrise auf dem amerikanischen Immobilienmarkt der Fall: Weil die Zinsen stiegen, konnten viele Immobilienbesitzer ihre Raten nicht mehr bezahlen.

Es war der Anfang einer Finanzkatastrophe. Auch Staaten, die hohe Kredite aufgenommen haben, können im Fall steigender Zinsen Probleme bekommen. Sie haben zwar in der Regel keine variablen Zinssätze mit ihren Gläubigern vereinbart, aber sie müssen ständig neue Anleihen ausgeben, selbst wenn sie nicht mehr Schulden machen als vorher. Alle Anleihen haben in der Regel eine begrenzte Laufzeit.

Wenn die vorbei ist, muss der Staat das Geld zurückzahlen. Hinzu kann ein Wechselkurseffekt kommen: In der Folge wird es für die brasilianischen Kreditnehmer teurer, ihre Dollar-Schulden zurückzuzahlen. Lesen Sie die vollständige Version dieses Artikels auf spiegel. Hier finden Sie alle bisher veröffentlichten Folgen von Endlich verständlich: Die Notenbank erhöht oder senkt die Zinssätze, die sie den Banken berechnet, wenn diese sich Geld leihen und damit versucht die Notenbank, Angebot und Nachfrage nach Geld zu beeinflussen.

Von Zeit zu Zeit kauft die Notenbank auch Staatsanleihen und verkauft sie wieder. Die leitenden Angestellten der Notenbank geben bereitwillig zu, dass die Wirtschaft ziemlich komplex ist und von sehr vielen Dingen beeinflusst wird, und deshalb ist es schwierig, vorherzusagen, wohin die Wirtschaft gehen wird.

Wenn es so schwierig ist, über Märkte eine Vorhersage zu treffen und sie zu beeinflussen, weshalb gibt es dann die Notenbank? Die Beamten der Notenbank glauben, dass sie einen positiven Einfluss ausüben können und die gesamtwirtschaftliche Situation gesund erhalten können: Wenn die Wirtschaft zu schnell expandiert, kann die Inflation eskalieren.

Andererseits glauben die Beamten in der Notenbank, wenn das Angebot an Geld zu sehr eingeschränkt wird und deshalb die Zinsen zu hoch ansteigen, würden Unternehmen nicht in der Lage sein Geld zu leihen, und damit zu expandieren und die Wirtschaft würde stagnieren, oder schlimmer noch, rückläufig sein. Und so versucht die Notenbank, alles in der richtigen Ordnung zu halten! Greenspan über allem Während der zweiten Hälfte der 90er Jahre blühte der Aktienmarkt und immer mehr Anleger kamen an die Börse.

Bedauerlicherweise glaubten einige Anleger, weil sie durch die Berichterstattung der Medien dazu ermutigt wurden, dass die Notenbank das Wirtschaftswachstum und die künftigen Aktienkurse festlegen könnte und dass die Anleger zu bestimmten Zeiten Geld in Aktien anlegen sollten und es wieder aus dem Markt nehmen, immer davon abhängig, welche Aktionen und welche Ankündigungen von den Beamten der Notenbank veröffentlicht werden.

Vielleicht haben Sie die Schlagzeile gelesen, die über die Aktionen der Notenbank spekulieren, und in welcher Weise sie die Zinsen, die Inflation und die Wirtschaft beeinflussen. Die Fernsehsender, die über den Aktienmarkt berichten, verbreiten jedes Hüsteln des Vorsitzenden Alan Greenspan und versuchen dann, die folgende Performance der Börse mit dem was Greenspan sagte oder nicht sagte, in Verbindung zu bringen. Wenn Sie jemals Beamte der Notenbank sprechen hörten, dann wüssten Sie, dass sie immer auf der Hut sind und sehr selten Einzelheiten von sich geben, selbst wenn sie vor dem Kongress aussagen.

Alan Greenspan wird als Meister der verbalen Verschleierungen angesehen. Die meisten Menschen verstehen höchstens die Hälfte von dem, was Greenspan sagt! Sehr viele Faktoren beeinflussen den Verlauf der Aktienkurse. Unternehmen Sie nie etwas, nur weil die Notenbank etwas sagte, oder weil Medien oder einer der Börsen- Weisen die Aktionen der Notenbank kommentieren. Die Notenbank hat keine Macht und keinen Einfluss auf die Zukunft.

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Wenn die Fed Nominalzinsen erhöhen will, verkauft sie Anleihen oder andere Vermögenswerte zurück. Dadurch wird Geld aus dem Verkehr gezogen und das Angebot gesenkt. Die Nachfrage nach gegenwärtigen Mitteln im Vergleich zu zukünftigen Fonds war vor der Federal Reserve oft viel höher. Die nominale Rate wurde immer noch durch Angebot und Nachfrage nach Geld bestimmt, aber das Angebot an Geld schien viel natürlicher zu sein d.

Es war normal, dass die Wirtschaft im Laufe des Jahrhunderts eine Deflation erfuhr und die Renditekurve negativ war. Gesteigerte Produktivität führte im Laufe der Zeit zu einer höheren Kaufkraft, so dass der Zinssatz für längerfristige Investitionen nicht so hoch sein musste.