Geld investieren mal anders – 3 Alternativen zur Aktie


Dividendenwachstum liegt in der unsicheren fernen Zukunft, weswegen viele - wie auch ich - eine hohe Initialdividendenrendite durch den schnelleren Rückfluss und Kalkulierbarkeit vorziehen.

1. Geld investieren in P2P-Kredite


Ich kann damit vielleicht entscheiden, ob ich überhaupt in Aktien investiert sein will oder lieber an der Seitenlinie warten möchte. Leider bezahlt diese Seitenlinie aber derzeit erbärmlich schlechte Zinsen - und dieser Fakt ist in der Abdiskontierungsformel der Dividenden anscheinend gar nicht enthalten. Ich muss letzten Endes das "kleinste Übel" kaufen - egal ob überbewertet oder nicht.

Dann erhält man eine Division durch Null, wie Du bereits erwähnt hast. Und das ist ein keineswegs seltenes Szenario für Wachstumsaktien.

Hier liegt also offenbar ein Knackpunkt in Deiner Formel, den es zu beheben gilt. Ich bin zwar ebenfalls Ingenieur, aber vielleicht könnte hier mal ein Mathematiker oder Physiker was zu sagen? Das wäre ja eine ähnliche Rendite wie im Schnitt der letzten 30 Jahre. Dagegen sprechen jedoch meines Erachtens folgende Aspekte:.

Die Staaten sind hoch verschuldet und können die Wirtschaft nicht mehr so stark durch Subventionen stimulieren wie bisher. Dort gilt es allerdings erstmal die Rechtslage und die politische Stabililät zu verbessern, bevor man sich als Investor da rantrauen sollte. Die Verlagerung von Arbeitsplätzen in Niedriglohnländer, die das Gewinnwachstum ebenfalls befeuert hat, ist nicht beliebig wiederholbar. Arbeitnehmer in solchen Ländern wollen und kriegen inzwischen sowie künftig immer mehr Gehalt.

Selbst die rekordniedrigen Zinsen, welche in den vergangenen 30 Jahren enorm gesunken sind und dadurch die Investitionstätigkeit stimuliert haben, reichen heute nicht mehr aus, um die Wirtschaft in Schwung zu bringen.

Die Unternehmen kaufen lieber auf Kredit Aktien zurück, als in zusätzliche Produktionsstätten zu investieren, weil sie anscheinend keine wachsenden Märkte für ihre Produkte mehr sehen. Mit inflationsbereinigten Lohnkürzungen, längerer Lebensarbeitszeit, Billigproduktionsstätten, Subventionen, Steuerkürzungen und niedrigen Zinssätzen hat das kapitalistische System in den vergangenen 30 Jahren sein Pulver fast komplett verschossen.

Posted September 20, Nur damit es keine Missverständnisse gibt: Ich nutze das DDM momentan nicht. Ich wollte aber mal gerne prüfen, ob es ein zusätzliches Werkzeug für die Zukunft sein könnte.

Das Modell krankt an der Festlegung des Diskontsatzes und an der fehlerhaften Vorhersagemöglichkeit. Ich möchte mich jedenfalls nicht aus dem Fenster lehnen und Prognosen für alle Ewigkeit abgeben.

Der dritte Schwachpunkt ist meiner Meinung nach die Fixierung auf die Dividenden, denn diese können sehr wohl über einen gewissen Zeitraum künstlich hoch gehalten werden. Der innere Wert ist immer relativ und von Person zu Person unterschiedlich und basiert auf Rendite-Erwartungen. Nunja, der innere Wert eines Unternehmens ist einfach gesagt die Summe aller abdiskontierten zukünftigen Free-Cashflows. Am Ende der Bewertungsperiode z. Zu diesem Punkt komme ich weiter unten. Als klassisches Beispiel Coca-Cola.

Und dementsprechend lassen sich Diskont-Modelle auf solche Unternehmen einfacher anwenden. In diesem Fall könnte man ja aber einfach selber eine Summe bilden und ausrechnen. Damit löst sich auch das von Schildkröte angesprochene Problem, wenn der Diskontsatz kleiner bzw. Ist aber nicht ganz falsch. Allerdings lebt man nicht ewig. Diese Überlegung ist aber nur zum besseren Verständnis und in der Praxis wohl eher nicht anwendbar.

Dies passiert nur, wenn man unendlich weit in die Zukunft geht. Wenn das Unternehmen am Ende der Haltedauer massiv verschuldet ist, ist es doch egal denn die Dividenden habe ich alle kassiert, auch wenn das Unternehmen dann eventuell pleite geht. Ich würde den Ansatz dennoch nur bei Unternehmen mit einem gesunden Gewinn- und Dividendenwachstum anwenden, da sicherer. Sollte das Unternehmen keine Dividende zahlen, aber in 10 Jahren das 4fache verdienen, ist es nach DDM dennoch wertlos.

Hier liegt das Problem des Modells. Es werden nur Dividenden und nicht der Rest des Free-Cashflows beachtet. Das unterstreicht aber die vorherrschende Meinungen privater Investoren, denen Dividenden anscheinend sehr wichtig sind. Ich persönlich benutze eine eigene entwickelte Variante des Discounted Free-Cashflow Modells, die ich aber nicht veröffentlichen möchte. Entschuldigt bitte die straighte Schreibweise.

Die Korrekturen sind auf keinen Fall böse gemeint. Sorry aber hier liegst du falsch und nicht deine Vorposter. Wirklich schön zu sehen, wie sich manche in diesem Forum tatsächlich Zeit nehmen derart ins Detail zu gehen.

Da verschwindet also gar nichts. Weiterhin ist meine genannte Formel die offizielle Formel für Reihen bzw. Der Wikipedia-Artikel ist absolut falsch. Diese Formel geht alleine schon nicht, wenn die Wachstumsrate gleich dem Diskontierungssatz ist. Das muss dir doch auffallen. Mit Multiplikation von 1-x folgt.

Alles weitere und wann deine Angaben zutreffen und wann nicht, kannst du aus der Formel entnehmen die ich dir hier hochgeladen habe. Lässt man deine Formulierung aber aussen vor, dann stimmt sowohl deine hier im vorigen Post aufgestellte mathematische Gleichung, als auch die, welche Schlaftablette gepostet hat und welche konventionell in der Literatur verwendet wird, da sie sich nur darin unterscheiden, dass in deiner Berechnung du davon ausgehst die Dividende sofort zu erhalten, während man im konventionellen Modell davon ausgeht, dass man diese erst in der nächsten Periode erhält.

Das habe ich auch gerade bemerkt. Allerdings habe ich nur anders gedacht als du, nämlich dass man investiert und nach einem Jahr die erhöhte und abdiskontierte Dividende bekommt.

Damit unterschied sich der Unternehmenswert der beiden Formeln um den Faktor des Dividendenwachstums. Posted October 26, Abseits von der berechtigten Kritik an den möglichen Störfaktoren ist das Modell "Modell" durchaus im Sinne einer bewussten Reduktion ja vollkommen richtig, und auch ich stelle ähnliche Hintergrundüberlegungen an, wenn ich Aktien einschätze. Die Konsequenz aus der Kritik sollte daher meiner Meinung nach nicht sein, den Ansatz aufzugeben.

Stattdessen sollte man sich nicht an dem sich ergebenden konkreten Zahlwert orientieren. Wer sich jedoch in das Modell hineindenkt, bekommt mit der Zeit ein Gespür dafür, bei welchem Unternehmen sich der innere Wert ober- oder unterhalb des aktuellen Kurswertes befindet.

Insofern kann es sich durchaus lohnen, sich damit zu beschäftigen, denke ich. Nur wird beim DCF-Modell das Aufnehmen von Schulden nicht berücksichtigt, ob das gut oder schlecht ist muss jeder selbst entscheiden. Es gibt aber immer wieder auch Unternehmen, bei denen der Markt sich täuscht ohne damit die immerwährende Grundsatzdiskussion über effiziente Märkte jetzt hier weiterführen zu wollen.

Kauf sehr gute und damit teuere Unternehmen in der Hoffnung, dass diese noch besser als erwartet Dividenden ausschütten. Kauf schlechte und damit billige Aktien in der Hoffnung, dass diese die Dividenden weniger stark schrumpfen werden als erwartet. Wer also zusätzlich Kursgewinne ansetzt, traut dem Unternehmen ein noch höheres Div. Eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit und damit Gründe für die Beliebtheit sehe ich nicht, wahrscheinlich ist es das gute Gefühl teuer Qualität gekauft zu haben.

Posted October 27, Ableitungen für r vom Markt, bspw. Unsystematische Risiken, die durch Diversifikation ausgeräumt werden können, werden nicht vergütet, wohl aber systematische Unternehmensrisiken.

Schwierige ist die Anwendung bei zyklischen oder Turnaroundaktien, da diese phasenweise keine Ausschüttungen vornehmen. Für einen ersten Eindruck ist durch die Einfachheit der Formel bei Aktien oder Immobilien Abschreibung nicht vergessen ein erster Überschlag schnell möglich, wodurch sie für die Praxis relevant ist. Dividendenwachstum liegt in der unsicheren fernen Zukunft, weswegen viele - wie auch ich - eine hohe Initialdividendenrendite durch den schnelleren Rückfluss und Kalkulierbarkeit vorziehen.

You need to be a member in order to leave a comment. Sign up for a new account in our community. Verstaendnis, Schwachstellen, Grenzen und praktische Anwendung. Dann wuerde sich folgendes Bild ergeben: Daraus ergeben sich zwei interessante Punkte: Dabei sind mehrere Punkte interessant: Nun meine Fragen an euch: Share this post Link to post Share on other sites.

Bleibt die Frage, welchen Diskontsatz setzt man vernünftigerweise an. Da hast du falsch gedacht. Also ist meine und nicht die andere Formel richtig. Hier nochmal der Beweis: Mit Division von 1-x folgt: Also Andey, tut mir leid, dass ich die Formel in Frage gestellt habe. Ich verstehe den Hype von Dividendenwachstumsaktien nicht? Der Begriff ist jedoch nicht scharf definiert, wodurch die Einordnung in einen bestimmten Markt kaum möglich ist.

Die Rendite wird zum Vergleich verschiedener Geldanlagen herangezogen. Hintergrund ist, dass unterschiedliche Anlageformen oft unterschiedliche Ertrags- und Kostenkomponenten beinhalten. So gibt hier die Rendite die Antwort auf die Frage, welcher Zinssatz pro Jahr erforderlich wäre, um zum gleichen Anlageergebnis zu kommen.

Als Vergleichsmittel könnte die Umlaufrendite sie gibt die durchschnittliche Rendite einer Auswahl festverzinslicher Wertpapiere, die sich im Umlauf befinden, an oder ein Referenzzinssatz herangezogen werden. Bei Geldanlagen mit vereinbartem Fälligkeitstermin insbesondere bei Anleihen wird von der Rendite bis Fälligkeit englisch yield to maturity gesprochen.

Voraussetzung für ihre Berechnung ist die Annahme, dass das Wertpapier bis zur Fälligkeit gehalten wird und über keine Optionsrechte verfügt. Oft spricht man auch von Rendite nach Einkommen- Steuer, um Anlagen mit unterschiedlicher steuerlicher Behandlung miteinander zu vergleichen.

Auf dem Wertpapiermarkt wird nicht ein Zinssatz bestimmt, sondern es wird ein Preis für ein Wertpapier festgelegt. Dieser Preis ist der Kurs eines Wertpapiers. Die Rendite Effektivverzinsung lässt sich aus diesem Preis ableiten. Die Rendite eines Wertpapiers ist somit das, was man für das Wertpapier in einem Jahr erhält, abzüglich des heute gezahlten Preises, geteilt durch den heutigen Preis. Die Rendite einer Anleihe ist nicht mit deren Nominalzinssatz identisch, sondern hängt auch von aktuellem Kurs und Rest- Laufzeit ab.

Zur Veranschaulichung der Beziehung zwischen Rendite und Laufzeit kann die Renditestrukturkurve auch vereinfachend Zinsstrukturkurve genannt herangezogen werden.

Es wird die zeitliche Struktur von Anleiherenditen widergespiegelt, d. Im Normalfall verläuft eine Renditestrukturkurve steigend, so dass die Rendite einer längerfristigen Anleihe stets über den Renditen kurzfristiger Anleihen liegt.

Sinkt die Kurve, liegen somit die Anleiherenditen kurzer Laufzeit über den Anleiherenditen langer Laufzeit. Laufzeitrendite einer n-jährigen Anleihe ist als der konstante jährliche Zinssatz definiert, der den Anleihekurs heute gleich dem Gegenwartswert der künftigen Anleihe-Zahlung macht. Angenommen es wird eine Anleihe über zwei Jahre gehalten. Was den Anleger hierbei interessiert ist, zu wie viel Prozent sich die Anleihe nach Ablauf der zwei Jahre rentiert.

Die Periodenrendite einer Anleihe wird mit Return bezeichnet. Anwendung findet die Periodenrendite u. Dadurch wird ein Vergleich verschiedener Anlageformen ermöglicht und der Anleger kann ableiten, wie hoch der Ertrag aus seinen Aktien ist.

Beide Arten werden meistens als Durchschnittsrendite d. Die versprochene Rendite wird im Vorfeld nach bestimmten Konventionen berechnet ex-ante. Die tatsächliche Rendite hingegen ist ein nachträgliches Konzept ex-post , welches die tatsächlichen Wiederanlagemöglichkeiten berücksichtigt.

Da versprochene Renditen sich oft nicht erreichen lassen, ist auch ex ante bereits zwischen versprochenen "geplanten" und zu erwartenden Renditen also dem Erwartungswert der Rendite zu unterscheiden. So unterscheiden sich beispielsweise der vertraglich versprochene Fremdkapitalzinssatz von den Fremdkapitalkosten, also dererwartete Rendite der Fremdkapitalgeber, weil es zur Insolvenz kommen kann siehe Insolvenzrisiko und Kapitalkosten.

Werte, die sich "im Mittel" möglicher Zukunftsszenarien realisieren lassen. Die Berechnung von Erwartungswerten erfordert wiederum die Analyse von Chancen und Gefahren, die Planabweichungen auslösen können, also eine Risikoanalyse.

Zur näherungsweisen Berechnung der in einem Jahr erzielten Rendite eines Portfolios , wobei im Laufe des Jahres Ein- und Auszahlungen vorgenommen werden, dient die Zinsformel von Hardy.

Um die Renditen unterschiedlicher Anlageformen mit unterschiedlich langen Anlagezeiträumen bspw. Die Annualisierung erfolgt bei diskreten Renditen über das geometrische Mittel und nicht über das arithmetische Mittel. Bei Risikoaversion steigt mit zunehmendem Risiko die Anforderung an die erwartete Rendite.