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Das Annabella Garden wurde "rundum-erneuert" und aufgestockt. Lebensgefährlicher Bauchstich nach Spuckattacke in Bahn. Doch jede Sammlerleidenschaft braucht Initialzündung: Auch am Boden offenbart sich Urlaubern hier eine schier ungetrübte Idylle fernab des Massentourismus. The Premium Classes have access to a huge selection of movies, TV shows and audio channels with even inch screens for Business Class guests.

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Eintritt, Transfer und Abendessen sind dann inklusive. Der Einsatz von Camcordern ist nicht gestattet. Kemer , Februar Urlaubsregion Kemer für deutsche Urlauber nicht mehr attraktiv Einst eine Hochburg deutscher Urlauber, ist Kemer mittlerweile fest in russischer Hand.

Ihr folgten türkische Inlandstouristen mit knapp über Als besonders kritisch für die Tourismusbetriebe sei aber das Ausbleiben der deutschen Urlauber in der Vor- und Nachsaison. Denn gerade während dieser Monate konnten die Hotels sich immer auf die Gäste aus Deutschland verlassen und sogar einen Ganzjahresbetrieb gewährleisten. Die Fehler sind allerdings hausgemacht. Befremdlich registrierte der westeuropäische Urlauber die ortsbildprägenden öffentlichen und gewerblichen Werbetafeln mit kyrillische Schrift und Auspreisungen in Dollar sowie das von Animateuren, Hotelangestellten und Gewerbetreibenden bevorzugte Russisch als Geschäftssprache.

Der deutsche Gast fühlte sich demzufolge in Kemer nicht mehr genügend gewürdigt und suchte sich neue Destinationen. Im Bereich Belek wurden sogar Fahrzeuge davongeschwemmt. Aus Manavgat wird gemeldet, dass dort Eingangshallen etlicher Hotels unter Wasser gesetzt wurden.

Wodurch ein Brand entstand. Heute zahlt sich das für uns aus. Das liegt auch an der einmaligen Umgebung: Mehr als jeder zweite Gast in der Region Antalya kommt in den Monaten November bis Februar aus Deutschland, um in einem der zahlreichen Luxushotels zu entspannen.

Immer mehr Bundesbürger überwintern deshalb in der Türkei und leben damit mitunter günstiger als zu Hause. Ich rechne damit, dass die Gästezahlen für die Türkei bei uns weiter steigen werden", sagt alltours Chef Willi Verhuven.

Wichtiger für die Besucher ist aber wohl die Zahl der Zur Zeit auch für Deutschland traumhaft kühl! Das Aquarium Antalya ist von Kinder bis 2 Jahre erhalten kostenlosen Eintritt. Alanya , August Alanyas Hoteliers fordern Baustopp für weitere Hotels Gleichzeitig wenden sich die von einem Überangebot an Hotelbetten beeinträchtigten Hoteliers gegen Pläne des Ministeriums für Kultur und Tourismus, ehemalige Sommervillen in Übernachtungsbetriebe umzuwandeln und so fast 5.

Wenn da nun auch noch die Betten der Sommervillen hinzukommen, dann können wir einpacken. Dazu haben wir eine Unterschriftenaktion unter unseren Mitgliedern begonnen und werden diese an das Ministerium übergeben. Dort wurde eine Ausstellung über die Lebensweise der Nomaden Yörük installiert. Aber auch Einblicke in das häusliche und Familienleben werden geboten. Davon zeugen ausgestellte Kleidung und Beispiele über die Schmiedekunst der Nomaden.

Der Eintritt beträgt 5 Lira. Bei Überwachungskameras allein bleibt es übrigens nicht. Juni ungültig Die neue Regelung gilt auch für die Reise in die Türkei. Die aktuellen Einreisebestimmungen entnehmen Urlauber den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes oder lassen sich in Ihrem Reisebüro beraten. Somit kann die D, dessen Mittelstreifen durch einen Zaun gesichert ist, nur noch im Bereich der Brücken, Tunnel und Ampelanlagen überquert werden. Urlauber oder Einheimische, die körperlich behindert sind, haben trotzdem weite Wege zurückzulegen, um den Zaun zu umgehen, denn behindertengerecht sind die Tunnel und Brücken nicht.

Das Austauschprogramm für Ältere soll die Tourismuskassen auffüllen. Laut Tajani ein lohnendes Geschäft: So würden etwa Hotels und Restaurants, Museen und Opernhäuser profitieren, wenn ausländische Touristen in der Nebensaison nach Deutschland reisen.

Spiegel Online - Reise. Die idyllische Anlage ehemals nur 26 Zimmer ist nicht mehr wiederzuerkennen. Ein massiges, 7stöckiges Gebäude beherbergt jetzt Zimmer. Dieses Haus wurde zwar schon in runderneuert und aufgestockt, hat aber erst seit einen 4. Buchbar ist über deutsche Reiseveranstalter aber bisher nur das Annex. Die Redaktion bleibt am Ball. Die Planungen sind abgeschlossen. Die Kilometer lange Strecke wird über zahlreiche Viadukte und durch viele Tunnel führen.

Später soll die Autobahn bis Mersin geführt und an das dort bereits vorhandene Autobahnnetz angeschlossen werden. Die wohl kostenpflichtige Autobahn wird viele Orte vom heutigen starken Durchgangsverkehr entlasten. Im Bereich Aksu wird eine Meter lange Talbrücke gebaut. Im Bereich Aspendos werden ein sechs Kilometer langer Tunnel und zahlreiche Viadukte notwendig werden.

Rollstuhlfahrer und Passanten mit Kinderwagen müssen allerdings weiterhin längere Wege inkauf nehmen, um barrierefrei und sicher über die D zu kommen. Sie war die erste — heute leben In Alanya wurden Doch diese wohnen nicht einfach nur dort. Ein Teil von ihnen zumindest ist auch beruflich in Alanya tätig. Die ausländischen Firmen machen inzwischen bereits 10 Prozent der Mitglieder der Industrie- und Handelskammer Alanya aus.

Die meisten der Firmen sind in den Bereichen Maklerwesen und Bauwesen tätig, die anderen beschäftigen sich mit Unterkünften und Nahrungsmitteln. Wie konnte der Döner zu einer deutsch-türkische Weltmarke werden? Irfan Söyler hat schon an vielen Orten dieser Welt einen Döner gegessen, und eines ist ihm dabei aufgefallen: Ob es nun ein Döner in Spanien oder Italien ist, man bekommt dort einen deutschen Döner.

Und auch das ist ein deutscher Döner. Somit ideale Voraussetzungen für einen Kurztrip, um dem Herbstwetter in Deutschland zu entfliehen. Zumal die Angebote der Reiseveranstalter sehr verlockend sind. Und wer etwas mehr vom Land sehen möchte: Jetzt ist die richtige Zeit für Exkursionen in das Hinterland zu den antiken Hinterlassenschaften, wie Sagalassos, Termessos oder Selge sowie zu archaischen Dörfern und Städten z. Auch spricht man zur Zeit wieder überwiegend deutsch zwischen Antalya und Alanya.

Zahlreiche Häuser sind unter den Windstärken eingestürzt. Drei Menschen konnten nur noch tot geborgen werden. In Denizli starb eine Bäuerin bei dem Versuch, einen vollgelaufenen Stall zu leeren.

Der Stall stürzte über ihr zusammen. In Manisa überlebten Mehmet C. Die abgeschnittenen Gebiete würden versorgt, erklärte der Katastrophenschutz. Die Bewohner kommen hier nur noch mit Booten voran. Am Sonntag, den 9. Wolkenbrüchen die dann allerdings nur einen Tag andauern.

Die Maschine der SkyAirlines sei auf dem Flughafen von Antalya mit dem rechten Triebwerk aufgeschlagen, nachdem ein Fahrwerk eingebrochen sei, berichteten türkische Medien. Die Passagiere seien den Berichten zufolge in Panik geraten. Es habe aber keine Verletzten gegeben. Die Boeing kam in Schräglage zum Stehen.

Das Flugzeug sei dann ohne weitere Zwischenfälle geräumt worden. Die Passagiere seien am Nachmittag bereits alle in ihren Hotels gewesen.

Die Delphinarien- Betreiber sind Mörder von Tierschutzrechten. Bei einem Selbstmordattentat an der Mittelmeerküste wurden zwei Menschen verletzt. Der Attentäter wurde dabei von seiner eigenen Bombe zerfetzt. Sein Kopf lag mehrere Meter vom Körper entfernt. Die türkische Nachrichtenagentur Dogan meldete heute Der Attentäter war mit einem Kleinbus vor das Gebäude gefahren, sei ausgestiegen und hatte dann die Bombe gezündet.

Die kurdische Arbeiterpartei PKK, die sich erst kürzlich für den Autobombenanschlag in Ankara verantwortlich zeichnete, hatte weitere Anschläge angekündigt. Antalya , August Darauf haben die Urlauber an der Türkischen Riviera gewartet Bald werden die Zeiten der Vergangenheit angehören, in denen die Passagiere von öffentlichen Bussen an der Türkischen Riviera bei über 40 Grad in der Sonne warten müssen. Die augenblicklichen Kosten von ca. Klimatisierte Bushaltestellen sind auch für Touristen, die sich noch nicht an die Temperaturen im Sommer gewöhnt haben, ein sehr guter Service.

Und interessant sind die Wartehäuschen allemal. Wo sonst kann man in einem kühlen Raum den Bus erwarten? Damit wird der Sommer an der Türkischen Riviera noch schöner. Dann könnte die kühle Luft schnell entweichen und das Aircondition ggf. Frühstück, Mittag- und Abendessen in Buffetform.

Es gibt getrennte Strände für Männer und Frauen. Liegen, Sonnenschirme, Matratzen sind kostenlos. Sportlichen Aktivitäten und Urlaubsvergnügen: Dann werden alle Arbeiten beendet sein. Restaurants, Shops, Amphitheater und moderne Sanitäranlagen für Camper und Tagesgäste waren bereits im letzten Jahr fertig gestellt.

Aber im Gegensatz zum Myra-Projekt , wo nur einmal pro Jahr Und dies in einer Landschaft die in den letzten 20 Jahren - unter belgischer Leitung - ausgegraben und teilweise rekonstruiert wurde. Die Kosten für jeden Gast bei etwa Euro.

Und es hat sich seit wieder Einiges getan: Ein anderes Hotel Name? Es besteht aus zwei Gebäudekomplexen. Hier werden die Damen sicher auch verhüllt ins Wasser steigen. Aber es soll ja am Ihm hatte ich gleich nach dem Abitur mit weichem, verschmiertem Bleistift einen zwölf Seiten langen Brief über William Blakes Eschatologie geschrieben — er empfahl mich wahrscheinlich, um den Brief nicht ganz durchlesen zu müssen. Mit der Aufnahme Nagels setzt die Studienstiftung ein deutliches Zeichen, denn das erste Mal überhaupt gilt die Förderung einem Staatenlosen.

Drei Jahre später erhält Nagel die deutsche Staatsbürgerschaft. Insbesondere Kortner wird sein Lehrmeister: Für sieben Jahre wirkt er als Intendant das Hamburger Schauspielhaus.

Insbesondere auch die Inszenierungen Peter Zadeks sind längst legendär. Danach verlegt er sich verstärkt auf die Ausbildung kommender Theaterschaffender: Von bis zu seiner Emeritierung im Jahr hat er den neu gegründeten Lehrstuhl für Ästhetik und Geschichte der darstellenden Künste in Berlin inne.

Nach längerer Krankheit verstirbt Nagel, der mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet wird, in Berlin. Zu diesem Zeitpunkt hat Homolka bereits einen bemerkenswerten Weg hinter sich: In Jugendjahren tritt der im katholischen Landau Aufgewachsene ins Judentum ein und entscheidet sich zur Vorbereitung auf das Rabbinat, das damals nur im Ausland absolviert werden kann.

Und so steht mit der Verabschiedung aus der aktiven Förderung die Hoffnung im Raum, auch weiterhin voneinander zu hören. Aktuell ist Homolka — auch hier: Begabung als Verantwortung für die Allgemeinheit zu begreifen, ist keine Selbstverständlichkeit. Diesem hohen Anspruch im eigenen Leben gerecht zu werden, hat mir immer wieder viel Kraft und manches Opfer abgefordert.

Einige Kämpfe waren nötig, um den eigenen Prinzipien treu zu bleiben und das als richtig Erkannte nicht aus dem Auge zu verlieren. Ohne die Erfahrung der Studienstiftung hätte ich vielleicht mein Lebensziel nicht erreicht. Deshalb habe ich das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk gegründet: Kann es eine schönere Liebeserklärung an die Studienstiftung geben?

Sie hat ein Motiv, Gelegenheit und die passende Waffe: Dutzende Personen haben durch sie schon den Tod gefunden — und es werden immer mehr. Tatsächlich sieht es anfangs so aus, als würde die gebürtige Mittelhessin einen ganz anderen Lebensweg einschlagen: Bereits als Dreijährige beginnt sie Klavier zu spielen — damals noch als Henrike Heiland. Sie nimmt an Wettbewerben teil, gewinnt Preise, erhält Auszeichnungen und gibt Konzerte.

Bücher sind für sie allerdings in der Kindheit schon genauso wichtig wie das tägliche Üben am Klavier. In einem Interview sagt sie: Ich habe Literatur studiert, am Theater, beim Film, in Verlagen, beim Radio und für Zeitungen gearbeitet, und jetzt schreibe ich eben Bücher. Und die sind immer ein Stück weit politisch orientiert: Was nahezu alle Geschichten verbindet: Sie wächst zweisprachig auf und verbringt einen Teil ihrer Schulzeit auf der Insel. Später studiert sie in Durham und lebt zeitweise in Newcastle, Edinburgh und London.

Die sozialen Unterschiede und Ungerechtigkeiten sind sehr viel deutlicher als in Deutschland. Viele der Charaktere, über die ich schreibe, passen für mich nicht nach Deutschland. Es wären sofort andere Geschichten. Nach dem Abitur beginnt sie, deutsche und englische Literaturwissenschaften zu studieren und wird Stipendiatin der Studienstiftung. An das Auswahlverfahren erinnert sich die Autorin noch sehr lebhaft: Die Abiturientin erkundigt sich zunächst bei ihrem Schulleiter über die Studienstiftung.

Der nimmt ihr sofort jeden Mut und empfiehlt ihr, sich gar nicht erst zu bewerben. Und als ihr jemand erzählt, dass die Studienstiftung angeblich nur selten Anglistinnen fördere, sieht sie ihre Chancen noch tiefer sinken. Mich hat vor allem überrascht, mit welchem Selbstverständnis ich mit meiner gesamten Persönlichkeit akzeptiert wurde. Ein Gefühl, dass ich aus Schulzeiten und aus dem familiären Umfeld so nicht kannte und das mir sehr gut tat. Ich bin ja kein sehr einfacher Mensch und hatte schon immer etwas andere Interessen als Gleichaltrige.

Letztlich habe ich es der Studienstiftung zu verdanken, dass ich meinen doch recht eigenwilligen Weg eingeschlagen und verfolgt habe. Er macht ihr in persönlichen Gesprächen Mut, sich an Theatern zu bewerben und ihre Möglichkeiten hier auszuloten.

Eine überstandene Krebserkrankung verändert ihr Leben. Hinzu kam, dass die Entscheidung in einen Zeitraum fiel, in dem ich sehr krank war und nicht wusste, wie es weitergehen würde.

Der Studienstiftung fühlt sich die Schriftstellerin bis heute verbunden: Ich habe ihr viel zu verdanken, also möchte ich etwas zurückgeben. Künftigen Stipendiaten rät sie, offen für Neues zu bleiben, mit Menschen aus anderen Fachgebieten in Kontakt zu bleiben und die Angebote der ideellen Förderung wahrzunehmen: Sie engagiert sich darüber hinaus sehr für Frauen in der Buchbranche, sei es auf Podien, in ihren Online-Artikeln und Blogs.

Das so simple wie geradlinige Konzept: Veröffentlicht werden nur Bücher, die den zwei Verlegern gefallen. Diese Farben werden von der international renommierten Künstlerin nicht nur mit einem Pinsel, sondern auch mittels einer druckbetriebenen Sprühpistole kompromisslos auf unterschiedlichste Materialien aufgetragen.

Katharina Grosse erschafft Welten, die über den traditionellen Leinwandrahmen der Malerei weit hinaus in den Raum greifen. Welche Magie diesen Möglichkeitsräumen inne liegt, konnte unter anderem auf der Biennale in Venedig erlebt werden: In der raumfüllenden Installation vibrieren die Farbpigmente und Grosse inszeniert ihre Malerei so, dass es wirkte, als entlade sich die Farbe selbst auf den Erdaufschüttungen und Stoffbahnen.

Die Bewohner Philadelphias wiederum müssen für diese Erfahrung nicht einmal ins Museum gehen, sondern lediglich ein Zugticket lösen. Die Künstlerin bemalte komplette Landschaftszüge, Warenhäuser, Zugunterführungen entlang des Bahnkorridors. Die Pendler können heute Spuren dieser Malerei sehen, die vielerorts nur aus dem Zug wahrzunehmen ist.

Die in Freiburg im Breisgau geborene Künstlerin entscheidet sich zunächst für das Studium der Anglistik und Kunstgeschichte. Bereits während dieses wissenschaftlichen Studiums an der Ruhr-Universität in Bochum ist sie Stipendiatin der Studienstiftung. Auf die Theorie folgt der Weg in die Praxis. Katharina Grosses Arbeiten fallen bereits kurz nach dem Studium durch ihre Frische, Radikalität und Energie auf, sodass sie gleich von zwei Stellen für das postgraduelle Karl Schmidt-Rottluff Stipendium vorgeschlagen wird.

Höhepunkt ihrer aktiven Stipendiatenzeit, die von bis dauert, ist die in der Kunsthalle Düsseldorf präsentierte Gruppenausstellung. In dieser Zeit wachsen ihre Arbeiten ins Installative und erobern die sie umgebenden Räume. Und das ist durchaus wörtlich zu verstehen: Diese Explorationen benötigen Platz — das passende Atelier ist für die Künstlerin also eine Notwendigkeit, die sie sich während ihrer Förderzeit dank des Schmidt-Rottluff Stipendiums leisten kann, wie sie in einem ihrer Semesterberichte bemerkt.

Gleichzeitig gibt sie die eigene Fördererfahrung auf vielfältige Weise zurück — wie in ihrem intensiven Engagement für die Künstlerförderung der Studienstiftung und das Karl Schmidt-Rottluff Stipendium, für die sie schon mehrfach als Jurymitglied tätig war. Und sie bekommt in dem Moment, in dem der Raum mit Bedeutung aufgeladen wird, eine kulturelle und eben auch politische Dimension. Genau hier nimmt die in Unna geborene Friederike Fless ein Studium der Kunstgeschichte auf, in den Nebenfächern: Klassische Archäologie und Geschichte.

In den ersten drei Semestern verlagert sich der Schwerpunkt ihrer Interessen jedoch: Ihre Dissertation beschäftigt sich mit Opferdarstellungen römischer Reliefs und vereint die kunsthistorische und archäologische Perspektive. Im Fokus steht für Fless weniger die formale Darstellungsweise, sondern die historischen Aussagen und politischen Absichten hinter den Bildern. Während des letzten Jahres ihrer Promotion wird Fless von der Studienstiftung unterstützt.

Stärker prägend als die nur knapp einjährige Förderzeit, in der sie rege am Stipendiatenleben in Mainz teilnimmt, betrachtet sie rückblickend jedoch die Zeit als aktive Ehemalige: Für die Promotionsförderung der Studienstiftung führt sie zahlreiche Auswahlgespräche, in denen sie viele innovative archäologische Forschungsthemen neu kennenlernt. Besonders in Erinnerung ist ihr auch eine Sommerakademie in Olang geblieben, wo sie als Dozentin eine Arbeitsgruppe zu römischen historischen Reliefs sowie die Macht der Bilder und ihre ideologische und auch politische Nutzung leitet.

Die erste Frau, die dieses Amt innehat. Die Fähigkeit, Fachkulturen zusammenzudenken und zu bringen, sieht Fless selbst als Grundlage für die Zukunftsfähigkeit des DAI, das gut Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit beschäftigt, unter anderem an den Standorten Rom, Teheran und Peking.

Um zu verstehen, wie sich etwa Siedlungsstrukturen entwickelt haben, Macht ausgeprägt oder Landschaft genutzt wurde, bedient sich die Archäologie seit jeher geistes- und naturwissenschaftlicher Methoden. Noch immer sind Frauen als Führungskräfte in der Schifffahrt die Ausnahme.

Fink hatte jedoch lediglich zu Beginn ihrer Laufbahn das Gefühl, sie müsse die Arbeiten besser erledigen als ihre männliche Kollegen: Als Kapitänin muss sie sich ständig auf neue Situationen und Menschen einstellen und zügig Entscheidungen treffen: Aufgewachsen im niedersächsischen Steinau bei Cuxhaven, liebt sie schon als Kind das Wasser.

Mit ihrer Familie segelt sie in den Sommerferien auf dem elterlichen Boot durch die schwedischen Schären — traumhafte Kindheitserinnerungen und der Grundstein für ihre Leidenschaft und den späteren Beruf. Angst hat sie keine. Ihr Berufswunsch nimmt indes immer konkretere Formen an. Die Sommerferien zwischen der In der Reederei lässt sie sich nach dem Abitur zur Schiffsmechanikerin ausbilden — und ist dabei fast immer die einzige Frau an Bord. Und dennoch kamen alle auf ihre Kosten, weil reihum einer der beiden langsam mit mir ging und der andere schon mal den Weg erkundete oder kleine Extratouren lief.

In ihrer Förderzeit sind intensive Freundschaften entstanden, die bis heute andauern. Ich erinnere mich, wie wir intensiv über die Gestaltungsmöglichkeiten und Herausforderungen in meinem zukünftigen Beruf diskutierten. Das Gespräch war ein echter Austausch und hatte so gar nichts von einer Prüfung.

Das Gespräch hat viel in mir bewegt und mich auf meinem weiteren Werdegang begleitet. Seedje Katharina Fink engagiert sich heute selbst in der Auswahlarbeit der Studienstiftung. Wann immer sie Landurlaub hat, nimmt sie an einem der Seminare teil: Auch die Entscheidungsfindung ist immer wieder ein fordernder Prozess, obwohl mein Beruf oft von mir verlangt, Menschen innerhalb kurzer Zeit möglichst präzise einzuschätzen. Routine im Arbeitsalltag ist für die Kapitänin ohnehin ein Fremdwort.

Fast jeden Morgen wacht sie an einem anderen Ort auf. Ihr Tagesablauf richtet sich danach, wo sich ihr Arbeitsplatz gerade befindet und was sich rund ums Schiff abspielt.

Ist der Frachter beispielsweise an der Küste unterwegs, bestimmen der Hafenfahrplan und der Schiffsverkehr den Rhythmus. Auch der Panamakanal reizt sie, der jedoch bis zur Fertigstellung des Kanalausbaus zu schmal für ihr jetziges Schiff ist.

Als Kind übernimmt sie in ihrer Familie oft die Rolle der Versöhnerin: Aber wenn vier temperamentvolle Familienmitglieder ein Wochenende auf einem Boot verbringen, führt das fast immer zu Krach. Das Glück ihrer Familie ist der zweifachen Mutter bis heute wichtiger als jede Auszeichnung — und von denen werden der engagierten Demokratin und überzeugten Europäerin im Laufe ihres Lebens viele zugesprochen: Doch alle Tiefen und Höhen haben die Wissenschaftlerin und Politikerin mit der charakteristischen Hochsteckfrisur nie verbittert.

Bis heute strahlt sie Stärke, Zuversicht und Vertrauen aus und übernimmt mit Leidenschaft Verantwortung: So verstecken ihre Eltern im letzten Kriegsjahr ein jüdisches Mädchen vor den Nationalsozialisten. In jener Zeit lernt sie Alexander Schwan kennen und heiratet ihn Die Studienstiftung nimmt die junge Frau bereits auf und fördert sie bis Besonders positive Erinnerungen hat sie an die Stipendiatentreffen, die sie genutzt hat, um mit anderen Studienstiftlern rege zu diskutieren.

Viele Jahre später kehrt sie als Professorin auf eine der Sommerakademien der Studienstiftung zurück und unterrichtet in St. Für ihre Recherchen reist sie nach Warschau und Krakau. Sie selbst betrachtet diese Arbeit als Weichenstellung für ihren weiteren Lebensweg. Die Auseinandersetzung und Verständigung mit Polen wird sie ab da suchen — und prägen. Es folgen Forschungsaufenthalte in Washington D.

Von bis ist sie Dekanin am Otto-Suhr-Institut. An der wieder errichteten östlichsten deutschen Universität studieren zu jenem Zeitpunkt etwa 5. Das Persönliche und das Politische. Neun Jahre lang leitet sie erfolgreich die Geschicke der Hochschule und setzt auf Interkulturalität und Mehrsprachigkeit von Studiengängen, die zu jenem Zeitpunkt in Deutschland noch Ausnahme sind. Auch nach dieser Zeit bleibt Schwan der Viadrina verbunden.

Sie engagiert sich im Seeheimer Kreis, der in den er Jahren neomarxistischen Positionen in der Partei entgegentritt. Die Antikommunistin und Querdenkerin arbeitet in vielen politischen Gremien mit. Aber die Frage, ob ich deshalb meine kritische Position gegen Willy Brandts späte, eingleisig gewordene Ostpolitik aufgeben sollte, hat sich mir überhaupt nicht gestellt.

Es ging mir um die polnischen Dissidenten. Medialer Höhepunkt ihrer politischen Laufbahn ist die zweimalige Kandidatur für das Amt der Bundespräsidentin. Sowohl als auch unterliegt sie ihrem Gegenkandidaten Horst Köhler. Doch auch von diesen öffentlichen Niederlagen lässt sich die Politikerin nicht unterkriegen: Sie kämpft weiterhin für ihre Werte und blickt nach vorn: Das spiegelt sich in seinem Lebenslauf wider: Zusätzlich arbeitet er für Wissenschaftsorganisationen wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft, gibt wissenschaftliche Journals heraus und engagiert sich in forschungsbezogenen Kuratorien, Gremien und Akademien.

Sein Enthusiasmus, mit dem er sowohl Forschung als auch Forschungspolitik betreibt bleibt nicht unbemerkt: Der Chemiker wird mit zahlreichen Forschungs- Preisen und nicht weniger als acht Ehrendoktorwürden ausgezeichnet. Sein Weg in die Wissenschaft war dabei alles andere als selbstverständlich.

Es folgt eine rasante Hochschulkarriere: Nur acht Jahre nach dem Abitur ist er bereits habilitiert, erhält den Ruf an die TU Berlin und forscht an den verschiedensten Institutionen weltweit.

In seinen Arbeiten untersucht er Schritt für Schritt, wie chemische Reaktionen wie Oxidation oder Reduktion genau ablaufen und kombiniert theoretische Ansätze etwa mit massenspektrometrischen Verfahren, die es erlauben, die Reaktionen unabhängig von Umwelteinflüssen zu beobachten.

Für die physikalisch-organische Chemie leistet er so einen entscheidenden Beitrag — der mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis und mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt wird.

Dieser Austausch ist ein zentrales Thema für Helmut Schwarz. Besonders sind ihm die Gespräche bei den Sommerakademien in Erinnerung geblieben. Diese Erfahrung will der Wissenschaftler weitergeben. Als Dozent kehrt er zudem zu den Sommerakademien zurück, die er als ebenso lohnend erlebt wie zu seiner Stipendiatenzeit. Mit den dramatischen Umwälzungen, die dieser Fortschritt bringen könnte, beschäftigt sich auch ihr Anfang erschienener neuer Roman.

Grenzen zu überschreiten und ihren eigenen Weg zu gehen, das lernt Thea Dorn schon während ihres Studiums der Philosophie und Theaterwissenschaften, welches sie über Frankfurt und Wien nach Berlin führt. Die Kraft, sich Fach- und Studienortszweifeln zu stellen und dabei treu zu bleiben, zieht sie auch aus der Aufnahme durch die Studienstiftung: Da ist diese sehr ehrwürdige Institution, die an dich glaubt.

Ab , da ist die gerade 21 Jahre alt, schreibt sie für die FAZ, drei Jahre später veröffentlicht sie ihr erstes Buch. Die Werke von Thea Dorn sind akribisch recherchiert, historische und fachliche Richtigkeit sind für die Autorin essenziell: Auch wenn Thea Dorn in manchem Interview ihrem Unmut über das deutsche Bildungsbürgertum — oder vielmehr dessen Abwesenheit — Ausdruck verleiht, so glaubt sie doch an die Liebe der Deutschen zur Sprache: Heute lebt und schreibt die Autorin in Berlin, wo sie von bis auch als Dozentin für Philosophie an der Freien Universität gearbeitet hat.

Wie damals schon ihren Studenten, so rät sie auch den aktuellen Stipendiaten der Studienstiftung, sich nicht verrückt machen zu lassen von Arbeitsmarkt und Rentenvorsorge. Querdenker, Weltenwanderer und Pädagoge: Jürgen Zimmer setzt sich für die Menschen am Rande der Gesellschaft ein und begleitet sie dabei, neue Wege nicht nur zu denken, sondern auch zu gehen.

Das meint für Zimmer: Armut durch eine möglichst erstklassige Bildung und intelligentes Entrepreneurship bekämpfen. Dafür macht er sich in vielzähligen Bildungsprojekten weltweit stark. Auch in der bildungspolitischen Landschaft in Deutschland hat er seine Spuren hinterlassen. Sein Name ist mit dem Situationsansatz verbunden, den er in den er Jahren begründete — damals als Leiter des Arbeitsbereichs Vorschulerziehung im Deutschen Jugendinstitut.

Das Konzept trägt bis heute zur Qualitätsentwicklung und Qualifizierung in der Kindergarten- und Vorschullandschaft bei. Der Ansatz verbreitete sich in den er Jahren in nahezu allen westdeutschen und in den er Jahren in den ostdeutschen Bundesländern.

Eine Erfolgsgeschichte, die längst auch auf internationaler Ebene wurzelt: Zimmer knüpft Freundschaften, verbringt endlose Tage mit dem Faltboot auf dem Bodensee und besucht das Gymnasium auf der Lindauer Insel. So aber wurde ich strafversetzt — nach Salem — und musste mich zwischen Jugendlichen zurechtfinden, deren Eltern — nie gewesen? Trotz dieser Umstände besteht Zimmer nicht nur sein Abitur, sondern gewinnt auch noch zwei Preise für den besten Abituraufsatz in Baden-Württemberg und wird von seiner Schule für ein Stipendium der Studienstiftung vorgeschlagen — und genommen.

Zimmers Verbindung zur Studienstiftung liegt quasi in der Familie: So auch von Heinz Haerten, der nach der Neugründung die Studienstiftung bis führte und auf Paeckelmanns Rat baute: Er wollte wissen, was seine Studienstiftler bewegte.

Er wollte Persönlichkeiten mit sozialer Verantwortung und moralischen Standards, die sie zu allererst zur eigenen Richtschnur machen. Durch die Studienstiftung wurde für mich selbstverständlicher, in interdisziplinären Teams zu arbeiten und Fachgrenzen nicht als verdinglicht wahrzunehmen.

Zimmers Lebensweg lässt sich jedoch weniger anhand der zahlreichen akademischen Stationen und Ehrungen erzählen, sondern am ehesten anhand von Projekten, Ideen und Kampagnen. Ich traf auf Kinder, die das tägliche Risiko aushielten, morgens aufzuwachen, ohne genau zu wissen, wie sie tagsüber satt werden könnten.

Ich traf auf gebeutelte, starke, verletzte, widerstandsfähige Kinder, Kinder, die von klein auf an daran gewöhnt sind, ihr Überleben zu sichern. Auch hier wieder sein Motto: Auch wenn Jürgen Zimmer sich seit mehr als einem Jahrzehnt offiziell im Ruhestand befindet, bleibt er unterwegs und vielerorts aktiv: Begabung und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft gehören für ihn untrennbar zusammen.

Dort belegt sie Seminare zu Organisationsentwicklung und Public Management, die ihr Einblicke in Möglichkeiten der Organisationsveränderung im gemeinnützigen Sektor gewähren. Insbesondere knüpft die Studentin interessante Kontakte. Zu den bereichernden Verbindungen zählt auch die zu Transparency International, einer Initiative gegen Korruption, bei der Susanna Krüger im Sommer ein Praktikum absolviert. So gründet sie nach Stellen beim Deutschen Entwicklungsdienst und der Weltbank in den Palästinensischen Gebieten ihre eigene Beratungsfirma GoodRoots, die die Entwicklung gemeinnütziger Organisationen unterstützt.

Die Verantwortung, sich für andere einzusetzen, ist für Susanna Krüger selbstverständlich. Insgesamt dreimal nimmt Andreas von Bechtolsheim an dem wissenschaftlichen Nachwuchswettbewerb teil, gewinnt er den Bundesentscheid im Fachbereich Physik.

Ein kreativer Bastler ist von Bechtolsheim schon als Kind: Als Sechsjähriger baut er Radios zusammen, als Zwölfjähriger beschäftigt er sich mit Amateurfunk und digitaler Elektronik, und mit 16 baut er sein erstes Mikroprozessor-System für die Steuerung von industriellen Werkzeugmaschinen. Die Faszination für Mikroprozessoren begleitet ihn sein ganzes Leben. An Einfallsreichtum, Ehrgeiz und glasklarer Logik hat es dem kreativen Genius, der gern Jeans und Birkenstock-Sandalen trägt, nie gefehlt.

Doch es ist nie das Geld, das ihn antreibt: Nach dem Abitur studiert er ab zunächst an der TU München Elektrotechnik, ein Jahr später wird er in die Studienstiftung aufgenommen. Doch die deutsche Informatikszene bietet ihm keine Perspektive. Allmählich reift in ihm der Gedanke, langfristig in den USA leben zu wollen. In den Semesterferien nutzt er nochmals das Angebot der Studienstiftung und nimmt an einer Sommerakademie im österreichischen Alpbach teil: Ich habe mich in Alpbach sehr glücklich gefühlt.

Das Interesse an dieser Entwicklung ist hoch: Bis bleibt er bei Sun Microsystems Technologiechef, doch längst beschäftigt ihn eine neue Idee: Das damalige Netzwerk ist noch zu langsam für das digitale Zeitalter und muss schneller werden. Von Bechtolsheim gründet mit Granite Systems seine zweite Firma, die Gigabit-Ethernet-Netzwerkschalter entwickelt, mit der sich riesige Datenmengen schnell austauschen und vermitteln lassen.

Im Jahr gründet er die Firma Arista Networks, die Netzwerke für die Cloud herstellt und in diesem Bereich der Hauptkonkurrent der Firma Cisco geworden ist — und inzwischen auch über eine Milliarde Umsatz einfährt. Als Unternehmer vereint von Bechtolsheim grundlegendes und augenblickliches Verständnis vom Potenzial und Nutzen einer Technik. Deswegen stellte ich auf der Stelle einen Scheck auf die Firma Google aus — obwohl diese offiziell noch gar nicht gegründet war.

Damit wollte ich Larry und Sergey motivieren, mit der Firma anzufangen. Ich habe versucht, meinen Lebensstil so wenig wie möglich zu verändern, und ich bin ein glücklicher Unternehmer und Forscher geblieben, der nach wie vor daran arbeitet, die Welt der Informationstechnologie zu verbessern und zu verändern. Geboren wird Kermani als vierter Sohn iranischer Einwanderer.

Er wächst im protestantisch geprägten Siegen auf. Schon während der Schulzeit beginnt er für die Regionalzeitung zu schreiben. Statt wie die drei älteren Brüder Medizin zu studieren, geht Kermani nach Köln und schreibt sich dort für Orientalistik, Philosophie und Theaterwissenschaften ein. In der Rede, die er zur Verleihung des Friedenspreises halten wird, bringt er die Faszination, die für ihn von den Texten der islamischen Mystiker, Philosophen und Theologen — und des Koran — ausgeht auf den Punkt: Kermani wird in die Studienstiftung aufgenommen und reist mit einem Stipendium für Recherchearbeiten in den Libanon.

Nach dem sechsmonatigen Aufenthalt in Beirut kommt es zu einer denkwürdigen Episode: Wegen des langen Auslandsaufenthaltes droht ihm, der immer nur in Deutschland gelebt hat, ein Einreiseverbot. Durch die Zeit im Nahen Osten hat er seine Aufenthaltsgenehmigung verwirkt.

Es folgt eine nervenaufreibende Zeit in der Schwebe: Am Ende überzeugt auch das Stipendium: So nimmt Kermani von bis an der ersten Deutschen Islam Konferenz teil. Im selben Jahr erhält er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für sein literarisches und publizistisches Werk.

Seine Dankesrede nutzt er unter anderem für einen Appell an die Weltgemeinschaft, den Krieg in Syrien zu beenden. Bereits in seinem Lebenslauf an die Studienstiftung nimmt Kermani sich vor: Dieses Verständnis findet sich für Kermani auch im Kleinen: Marcel Odenbach gilt als einer der ersten und bis heute international bedeutendsten Künstler, der sich mit dem — seinerzeit noch wenig bekannten — Format Video auseinandergesetzt hat.

Hier lernt er erstmals Videoinstallationen als Kunstform kennen: Nach seiner Schulzeit führt ihn sein Weg zunächst nicht an eine Kunstakademie, sondern an die Technische Hochschule in Aachen, wo er ein Studium der Architektur, Kunstgeschichte und Semiotik aufnimmt. Ausgerechnet im Architekturstudium trifft er wieder auf das Format Video — hier nicht als Kunstform, sondern als Arbeitsmittel, um Städte zu planen: Dann hätten die eigenen Arbeiten aber doch überhandgenommen.

Aus diesem Grund habe ich auch — obwohl ich schon lange während meines Studiums wusste, dass ich später als freischaffender Künstler arbeiten wollte — die angefangene Ausbildung beendet. Seine Videoarbeit kann der Jury allerdings zunächst nicht gezeigt werden, da es an der Kunsthochschule Braunschweig noch keine Möglichkeit gibt, die Videobänder vorzuspielen. Im zweiten Anlauf in Kassel ist man für Odenbachs Installation gut aufgestellt: Er wird als erster Videokünstler in die Förderung aufgenommen.

Die Anekdote macht deutlich, wie hartnäckig Marcel Odenbach den Weg des Videos als anerkanntes Kunstmedium gebahnt hat. Mit der Förderentscheidung bekennt sich die Jury des Karl Schmidt-Rottluff Stipendiums darüber hinaus zu ungewöhnlichen Formaten sowie neuen Medien im Sinne eines erweiterten und erweiterbaren Kunstbegriffs.

Als er in den er Jahren anfängt, sich stärker mit dem Medium Video auseinanderzusetzen, fasziniert ihn daran vor allem die Unabhängigkeit von kommerziellen Märkten. Anfangs hat Odenbach noch die Vorstellung, mit Videoproduktionen einen kritischen Kontrapunkt zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu setzen.

Programmzettel werden verteilt und Freunde zu den Videovorführungen eingeladen. Die Reichweite liegt bei wenigen hundert Metern. Odenbach kann auch analog: Dienen ihm seine Papierzeichnungen anfangs noch als Entwürfe, entwickeln diese sich parallel zu den Videoarbeiten immer weiter zu einer eigenständigen Ausdrucksform. In seinen Arbeiten rückt er gesellschaftskritische aber auch zeitgeschichtliche Themen in den Mittelpunkt.

So beschäftigt er sich immer wieder mit der deutschen Nachkriegszeit und Kolonialgeschichte. Unvorstellbar, dass sich Genozide noch immer wiederholen. Das Material wird zum Ausgangspunkt vieler weiterer Arbeiten Odenbachs. Odenbach sammelt über Jahre hinweg Material und fährt Anfang mehrfach nach Ruanda, um zu drehen.

Am Ende schneidet er aus 29 Stunden Filmmaterial eine halbstündige Doppelprojektion zusammen: In seinen filmischen Projektionen verschwimmen die Grenzen zwischen selbst produziertem und found-footage Material. Gerade durch die dynamische Verschmelzung von Historischem und Zeitgenössischem, Persönlichem und Öffentlichem zeigt Marcel Odenbach die für ihn einzig mögliche Richtung in der Kunst an: Die Weltliteratur hatte sie bereits mit 15 Jahren verschlungen: Ich hatte mich entschlossen, das zu machen, was mich immer fasziniert hatte, nämlich Texte interpretieren, Literaturwissenschaft zu studieren.

Im Nachhinein hat sich dieses Festhalten an meiner Leidenschaft als glücklich herausgestellt, damals jedoch war ich schon sehr beunruhigt. Barbara Vinken hat sich durchgesetzt: Das versuche ich in einer breiteren Medienöffentlichkeit. Zum anderen möchte ich zeigen, dass in der Literatur des Jahrhunderts unter der Ideologie der Säkularisation ein religiös-theologisches Register liegt, das ich wieder lesbar machen will. Bekannt ist die Literaturwissenschaftlerin aber vor allem für ein anderes Werk: Nach dem Abitur zieht es Vinken sofort ins Ausland.

Während dieser Zeit wird sie auf Vorschlag ihres ehemaligen Gymnasiums zu einem Auswahlgespräch der Studienstiftung eingeladen. Es hört sich an wie ein Klischee, aber ich habe dort wirklich Freunde fürs Leben getroffen. Dieses Suchen nach einem direkten konkreten Anwendungsfeld, das sich in den Geisteswissenschaften nicht so unmittelbar einsichtig finden lässt, führt bei mir oftmals zu einem gewissen Unbehagen.

Meiner Erfahrung nach ermöglicht die Beschäftigung mit Kunst dem Menschen, nicht nur sich selbst und seinen Nächsten von der Ratio her besser zu erkennen, sondern stärkt auch eine uns immer mehr abhanden kommende Fähigkeit, die Welt durch die Sinne zu begreifen, zu erfühlen, um so zu einer wirklich schöpferischen Identität und Individualität zu kommen, zu einem reiferen, allumfassenden Menschsein zu gelangen.

Christiane Heinicke ist einer der ersten Menschen auf dem Mars. Im August beendet die Geophysikerin ihren irdischen Marsaufenthalt Forschungsstation. Als Teil eines internationalen Teams testete sie, wie man unter widrigen Bedingungen auf engstem Raum zusammen lebt und arbeitet.

Ihre Eltern im heimischen Bitterfeld hingegen sind anfangs wenig begeistert von dem Plan: Am Ende aber sind sie doch stolz, dass sich ihre Tochter für die Mission qualifiziert. Doch nicht nur Zahlen interessieren sie: Sie spielt Klavier, tanzt und tritt als Cheerleaderin auf. Ihre Tanzbegeisterung hält bis heute an: Lange-Stiftung ausgezeichnet — die Eintrittskarte für die Aufnahme in die Studienstiftung.

Während ihres Studiums nutzt die Stipendiatin jede Chance, ins Ausland zu reisen: Mittlerweile kann ich alle anhand ihres Akzents auseinander halten. Allen gemeinsam ist jedoch der Arbeitswille, den ich unter meinen Kommilitonen in Deutschland manchmal vermisst habe.

Wenn die Messung noch läuft, dann kommt man eben mal erst um elf Uhr abends nach Hause. Sie nimmt an einer Sommerakademie der Studienstiftung in Frankreich teil, im August reist sie weiter nach Spanien und frischt in einem Sprachkurs in Salamanca ihre Spanischkenntnisse auf.

Wenn ich mir meinen Studienwerdegang so anschaue, kommt mir mein Nomadentum ziemlich stressig vor. Damals jedoch ergab sich der nächste Schritt immer logisch aus den aktuellen Gegebenheiten. Sie ist sich sicher: Rückblickend aber, wenn ich unter den gleichen Voraussetzungen nochmal wählen müsste, würde ich alles exakt genauso machen. Für die Promotion kehrt Heinicke zurück nach Ilmenau. Auf dem Weg zum Dr. Ursprünglich will sie deshalb auch an einer Marssimulation in der Arktis teilnehmen.

Die Raumfahrt lässt die Geophysikerin offensichtlich nicht mehr los. Der ständige Blick über den Tellerrand charakterisiert die internationale Karriere von Dorothea Rüland: Anfangs ist es noch die pure Abenteuerlust, die sie ins Ausland zieht. Ihr Berufsweg ist von einem steten Wechsel zwischen In- und Ausland sowie zwischen Hochschultätigkeit und Wissenschaftsmanagement geprägt.

Die Zeit in Freiburg erlebt die Studentin als prägend: Nach den beiden Staatsexamen für das Höhere Lehramt in Germanistik und Geschichte entscheidet sie sich für eine akademische Laufbahn und beginnt mit der Promotion. Mir hat es die Freiheit gegeben, meine Promotion frei von finanziellen Zwängen zu gestalten und mich meiner wissenschaftlichen Arbeit zu widmen.

Heute hat Dorothea Rüland mit diesem Thema nur noch mittelbar zu tun: Denn Zweifel sind die kreativsten Momente. Warum es die Stipendiatin noch während der Promotion ins Ausland zieht, begründet sie in einem Interview: Es hat mich immer wieder fasziniert im Ausland zu leben, man lernt in dieser Zeit in doppelter Hinsicht, einmal natürlich viel über das andere Land, aber gleichzeitig auch viel über sich selbst, weil eine andere Kultur dazu zwingt, vieles zu hinterfragen, was sonst als selbstverständlich wahrgenommen wird.

Haben Sie den Mut, auch mal Risiken einzugehen, ungewöhnliche Fragen zu stellen und nicht nur wissenschaftliche Trampelpfade zu betreten. Nicht nur, dass sie in der Vergangenheit immer wieder jene wissenschaftlichen Trampelpfade verlassen hat, sondern es ist ihr auch gelungen, als vierfache Mutter Familie und Karriere zu vereinbaren: Doch waren für mich meine Jahre in Asien ein Glücksfall: Gut zehn Jahre lebt sie mit ihrer Familie in Asien: Doch zieht es die Akademikerin noch einmal in die Hochschullandschaft: In dieser kurzen Zeit gelingt es ihr, die internationale Sichtbarkeit der Freien Universität zu steigern und zu intensivieren.

Ratschläge, die der als Komiker und Autor bekannte Mediziner selbst auf seinem beruflichen Werdegang beherzigt hat— und das mit Erfolg.

Hirschhausen studiert von bis in Berlin, Heidelberg und London Medizin. Highlights während des Studiums sind für ihn die Sommerakademien der Studienstiftung. Die Impulse jener Sommerakademie wirken nach und der Medizinstudent verfasst einen ersten Fachartikel für eine Lokalzeitung. Noch kann er sich das Schreiben nur als Nebenberuf vorstellen: Parallel dazu arbeitet er weiter als Wissenschaftsjournalist.

Er kritisiert, dass die meisten Zeitungen die Wissenschaft auf eine spezielle Seite oder Beilage reduzieren, als ob sie nicht integraler Bestandteil der Gesellschaft und von politischer Konsequenz wäre. Heute blickt Hirschhausen mit Dank auf seine Zeit als Stipendiat: Hirschhausen gelingt es, beide Studiengänge zusammenzubringen und die Gratwanderung zwischen differenzierter Wissensvermittlung und Reichweite zu meistern.

Er ist Deutschlands erfolgreichster Sachbuchautor, erreicht über Artikel, Fernsehen und Liveauftritte Millionen von Zuschauern und damit auch Bevölkerungsschichten, die sich nicht automatisch für Gesundheitsthemen interessiert hätten. Es wird für viele Volkskrankheiten nie eine Pille geben, die besser ist als ein bewusster Lebensstil. Die Interventionen von Kinderstationen bis zur Palliativmedizin werden wissenschaftlich begleitet.

Der Studienstiftung bleibt er bis heute verbunden: Die jungen Stipendiatinnen und Stipendiaten der Studienstiftung ruft er dazu auf, ihr theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen und sich einzubringen: Als Philipp Justus im Jahr von der Unternehmensberatung Boston Consulting Group zu eBay wechselt, steckt das gegründete Unternehmen noch in den Kinderschuhen und hat erst ein Jahr zuvor nach Deutschland expandiert.

Der Wunsch, unternehmerisch tätig zu werden und ein Unternehmen mit aufzubauen, überwog aber die Zweifel. Justus ist damit der erste Europäer, der im Stammhaus die Verantwortung für das Amerika-Geschäft übernimmt. Drei Jahre später zieht es den Topmanager zurück nach Deutschland: Kurz darauf wird er in die Förderung der Studienstiftung aufgenommen.

Ich erinnere mich lebhaft an intensive Diskussionen über die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen im Zuge der deutschen Wiedervereinigung, die politische Situation in Osteuropa nach dem Zerfall der Sowjetunion oder die religiösen Konflikte im Nahen Osten.

Frisch diplomiert bewirbt sich Philipp Justus erfolgreich um einen Platz im Haniel-Stipendienprogramm. Über ein sechsmonatiges Praktikum bei der Unternehmensberatung McKinsey schreibt er der Studienstiftung: Dass er den überwiegenden Teil seines bisherigen Berufslebens in amerikanischen Unternehmen verbracht hat, begründet Justus unter anderem damit, dass die Studienstiftung ihm diese Türen geöffnet habe: Bei einer Konzertreise durch China springt er zusätzlich zu seinem eigenen Part für andere Pianisten ein, die nicht anreisen konnten — die Asche des auf Island ausgebrochenen Vulkans Eyjafjallajökull hatte den internationalen Flugverkehr lahmgelegt.

Levits Talent zeigt sich früh: Zwei Jahre später siedelt seine Familie nach Hannover über. Dort lernt Igor Levit die neue Sprache in seinem gewohnten Tempo: Der hochbegabte junge Musiker studiert für ein Jahr am Mozarteum Salzburg bei Hans Leygraf, ehe er im Jahr — da ist er gerade 13 Jahre alt — an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover aufgenommen wird und zwischen und sein Studium mit Förderung der Studienstiftung absolviert. Über seine Zeit als Studienstiftler sagt Igor Levit: Diese Jahre waren für mich persönlich und für meine Ausbildung von unschätzbarem Wert.

Durch die Unterstützung seitens der Studienstiftung ist mir eine Art Freiheit geschenkt worden, die wunderbar war. Ich konnte reisen, mit klugen Menschen kommunizieren, mir Zeit nehmen, erleben, wachsen. All das wäre ohne die Stiftung nicht möglich gewesen. Und es sind auch sehr innige Freundschaften entstanden, wie etwa zu Jörn Weingärtner, der mich damals seitens der Studienstiftung betreut hat.

Für all diese Momente, und viele weitere, bin und werde ich immer zutiefst dankbar sein. Was ihn auf seinen Reisen antreibt? Igor Levit spielt nicht nur vom Blatt, er bringt sein Leben mit ans Klavier: Und die Zuhörer hören die Musik genauso auf ihre Weise. Ein enorm intimer Vorgang. Wenn ich die Utopie verliere, dass das Publikum auf Augenhöhe mitinterpretiert, hänge ich den Pianisten-Beruf an den Nagel.

Dass er nicht nur sein Publikum herausfordert, sondern auch sich selbst, zeigt auch seine Diskographie: Mit nur 30 Jahren blickt Igor Levit auf eine beeindruckende Karriere zurück. Und ich bin es, der das Crescendo spielt: Wenn das nicht vorkommt, taugt es nichts.

Forscherin will sie werden, eine akademische Laufbahn einschlagen. Aufgewachsen in Bonn, entscheidet sie sich nach dem Abitur im Jahr für ein Physikstudium in Tübingen. Auf Vorschlag ihrer Schule wird sie in die Studienstiftung aufgenommen. Ihre erste intensive Begegnung mit anderen Studienstiftlern erlebt sie während einer Sommerakademie in La Villa in Südtirol: Es war fantastisch, in der wunderschönen Berglandschaft La Villas die Gelegenheit zum Austausch mit Studierenden der unterschiedlichsten Fachrichtungen zu bekommen und Themen zu diskutieren, die in meinem Physikeralltag eher seltener vorkamen.

Einige der damals geknüpften Kontakte bestehen noch heute und sind eine wirkliche Bereicherung in meinem Leben. Die vielen Diskussionen innerhalb ihrer Studienstiftungsgruppe über gesellschaftlich relevante und politische Themen helfen ihr oft dabei, Themen in einen breiteren Kontext zu stellen und entsprechend zu handeln. Die Studienwelt in Tübingen wird der Physikerin zu überschaubar, die weite Welt lockt. Die Stipendiatin ist begeistert von den Universitätsstrukturen und schreibt in ihrem Bericht an die Geschäftsstelle der Studienstiftung: Natürlich gibt es solche auch in Deutschland, aber während sie dort eher die Ausnahme sind, ist das hier selbstverständlich.

Zurück in Deutschland, bereitet sie sich in Bonn auf ihr Diplom vor. In dieser Zeit muss sie oft nachts im Labor experimentieren. Cäsiumatome stehen in ihrem Forschungsfokus.

Dabei verfestigt sich ein Gedanke: Zwei Veranstaltungen der Studienstiftung öffnen ihr neue Perspektiven: Es handelt sich um ein konkretes Klientenprojekt, bei dem für und mit dem Klienten ein Training entwickelt werden soll. Vieles oder sogar fast alles, mit dem ich mich beschäftigte, war für mich Neuland, und so kann ich nur sagen, dass ich in den letzten Wochen so viel Neues wie selten zuvor in einer so kurzen Zeit gelernt habe.

Auch wenn das Vokabular neu und ungewohnt war, so waren doch die Denkprozesse und Analyseverfahren nicht so sehr von den im Studium erlernten verschieden.

Mit dem Physikdiplom in der Tasche, steht sie vor einer Grundsatzentscheidung: Promotion — ja oder nein? Melanie Kreis entscheidet sich gegen die Promotion und beginnt stattdessen als Beraterin bei McKinsey. Für den amerikanischen Finanzinvestor kauft und verkauft sie aus München und London Firmen.

Im Jahre wird ihr die Funktion des Executive Vice President Corporate Controlling übertragen, in der sie erfolgreich wichtige finanzstrategische Themen des Konzerns voranbringt. Nur zwei Jahre später, , erklimmt die zweifache Mutter ihren vorläufigen Höhepunkt auf der Karriereleiter: Im Juni gibt der Aufsichtsrat bekannt, dass er Melanie Kreis zum 1.

Oktober als Finanzvorstand beruft. Was gut für den Kapitalmarkt ist, kann nicht gut für den Mitarbeiter sein, und umgekehrt. Dies ist aus meiner Sicht eine völlig falsche Frage, die aber eine offensichtlich weit verbreitete Meinung widerspiegelt und der es entgegen zu wirken gilt. Denn der Schlüssel für eine langfristig nachhaltige Unternehmensführung ist es, diese Aspekte nicht als Gegensätze zu sehen, sondern als gesamtheitliche Optimierungsaufgabe, wobei als drittes Element noch der Kunde zu nennen ist.

Und nur dann wird ein Unternehmen langfristigen finanziellen Erfolg und zufriedene Investoren haben. Ein junger Mann, bewaffnet mit Pfeil und Bogen, zieht durch einen Supermarkt und erlegt Produkte des täglichen Bedarfs: Brot, Waschmittel, Margarine, ein tiefgefrorenes Huhn … Die so zur Strecke gebrachten Lebensmittel legt er, mitsamt den Pfeilen, aufs Warenband, ganz normal werden sie nach und nach abkassiert.

Die Videoarbeit, die modernes Konsumverhalten zwar kritisch, aber trotzdem nicht ohne Humor in Frage stellt, ist eine der frühesten und bekanntesten Arbeiten des in Göttingen geborenen Künstlers.

Obwohl es sich hier um eine seiner ersten Arbeiten handelt, kann sie durchaus als paradigmatisch für darauf folgende gesehen werden. Wären Stipendien, Ausstellungen und Preise, wie die Artikel im Supermarkt, Beutestücke, die man erlegen und zur Schau stellen wollte, so hätte Christian Jankowski einen gut gefüllten Jagdschrank zu präsentieren.

Es geht um Arbeit und Beruf — und auch um die verschiedenen Zuschreibungen, die damit verbunden sind. So treffen die eingeladenen Künstler jeweils ihren persönlichen Gastgeber in seinem beruflichen Umfeld und erleben und gestalten mit ihm Alltag — vom Opernsänger über die Flugbegleiterin bis hin zum Psychoanalytiker oder dem Leiter des Bestattungs- und Friedhofamts hat sich der Künstler Jankowski, der als Kurator auch ein Gast im anderen Beruf ist, um eine möglichst breite und repräsentative Auswahl an Berufen bemüht.

Diese Bandbreite spiegelt ein generelles Interesse Jankowskis, der sich gerne in fremde Felder und komplexe Systeme einarbeitet. Bereits in seiner Bewerbung für die Studienstiftung formuliert er seine Neugier an solchen Ordnungen — und damit auch ihren einzelnen Bestandteilen, die er neu kontextualisiert und somit sichtbar und befragbar werden lässt. Jankowskis Kunst, unterschiedlichste Rollen und damit auch Handlungen innerhalb eines Gefüges ausfindig zu machen, unkonventionell wieder zusammenzusetzen und damit Neues zu schaffen, passiert bei ihm allerdings nicht distanziert belehrend, sondern mit Lust am Spiel und mit viel Humor.

Dass es ihm dabei aber nicht darum geht, einzelne Positionen vorzuführen oder der Lächerlichkeit preiszugeben, wird spätestens dann klar, wenn man erlebt, wie behutsam Jankowski seine Protagonisten in Szene setzt. Dieses Gespür für Situationen mag vielleicht auch daher rühren, dass sich der Künstler auch immer wieder selbst objektiviert.

So liefert er sich nicht nur dem Blick der Kamera und damit potenziert etlichen Zuschauern aus — die Erfahrung eines fremden Ortes wird so nun auch zu einem inneren Erleben. Oder um noch einmal zur Ausstellung im Stuttgarter Kunstmuseum zurückzukehren: Der Austausch unter den Stipendiaten selbst und mit bereits im Markt etablierten Künstlern gibt für viele der Nachwuchskünstler wichtige Impulse.

Role Model für den Nachwuchs zu sein — das erledigt Christian Jankowski bei diesem Atelierbesuch und innerhalb seiner Lehre an der Akademie in Stuttgart ganz nebenbei. Weiterhin ist er als Jurymitglied für die Kunstauswahl oder das Karl Schmidt-Rottluff Stipendium mit dem Begabtenförderwerk verbunden und lädt auch mal ein ganzes Seminar zum Screening und zur Besprechung seiner neusten Videoarbeit ins Studio ein — was dann gerne samt Kaminfeuer und gemeinsamem Musikhören bis tief in die Nacht dauern kann.

Eine Überzeugung, die seine Arbeit prägt. Der im heute russischen Kaliningrad Königsberg geborene Winkler gelangt im Sommer als Fünfjähriger mit seiner Mutter nach Westen und wächst in Ulm auf. Schon während der Schulzeit erwacht sein Interesse an Geschichte und Politik. Als Abiturient besucht er im Herbst den Deutschen Historikertag in Ulm und ist von mehreren Vorträgen tief beeindruckt.

Im gleichen Jahr wird er vom Rektorat seines Gymnasiums für die Studienstiftung vorgeschlagen. Der engagierte Schüler wird zu einem motivierten Studenten, der die deutsche Geschichte gerne praktisch und vor Ort erkundet, wie aus seinem Studienbericht deutlich wird: Zu diesem Zeitpunkt wohnt er bereits in Tübingen, wo er , wie schon sein Vater in Königsberg vor ihm, bei Hans Rothfels promoviert. Diese bringt nicht nur eine historische, sondern für Winkler auch eine persönliche Wende: Die Stelle als Geschäftsführender Direktor eröffnet ihm die Chance, am Neuaufbau des Instituts für Geschichtswissenschaften mitzuwirken.

In seinen Arbeiten nähert sich Winkler einer Bewertung von Vergangenheit immer mit Blick auf die Abhängigkeiten in den Handlungsspielräumen der Akteure. Für seinen Beitrag zur Aufarbeitung der neueren deutschen Geschichte bekommt er das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen und hält als einer der bekanntesten Historiker seiner Generation im Bundestag die Rede zum Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges.

Sie wird der Studienstiftung vorgeschlagen, die die junge Frau im November in die Förderung aufnimmt: Die Abiturientin will Rechtswissenschaften in Bonn studieren.

Doch die Rückkehr nach Deutschland, wo sie nur fünf Jahre gelebt hat, ist für sie ein Schock: Meinen Freunden bin ich heute dafür dankbar, dass sie bereit waren, mich zu Ende zu erziehen. Die Studienstiftung hat mir Halt in der Anonymität und Orientierungslosigkeit des Massenstudiums gegeben.

Ich war von alledem völlig eingeschüchtert, nicht zuletzt, weil ich im Studium nicht sonderlich erfolgreich war. Die Stipendiatin verbringt bis ein Auslandsjahr in Genf.

Sie beteiligt sich an einem Völkerrechtswettbewerb und verzichtet auf weitere Jurascheine, um Geschichte und Anglistik zu studieren. Viele meiner Kommilitonen schrieben mich ab. Stelzenmüller indes lässt sich nicht beirren.

Deshalb bin ich der Studienstiftung heute für drei Dinge aufrichtig dankbar: Vor allem letztere Entscheidung hat mir ungeheuer imponiert. Und den Völkerrechtswettbewerb gewinnt ihr Team auch. In Bonn ist für sie noch nicht die richtige Zeit für gesellschaftliches Engagement. Während des Graduiertenstudiums in Boston lernte ich erstmals die amerikanische ,culture of philanthropy' und vor allem das Prinzip des ,giving back' kennen, das mir immer noch ein Vorbild ist.

Mir ist viel gegeben worden; ich habe noch viel an ,giving back' vor mir. Ihre Sorge, wie wirksam das eigene gesellschaftliche Engagement sein kann, scheint überwunden: Jürgen Strube passt so leicht in keine Schublade. Dabei gelingt es ihm zeitgleich, das Unternehmen sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftspolitisch zu verankern: Aus dem Chemieunternehmen ist ein ethischer Vorreiter geworden, der zu den Gründungsmitgliedern des Global Compact der Vereinten Nationen zählt. Sie ist die bestimmende Figur seiner Kindheit und Jugend.

Was Pflichtgefühl und Verantwortung bedeuten, lernt er von ihr. Das Goethe-Gymnasium, das er seit besucht, schlägt den Abiturienten der Studienstiftung vor — mit Erfolg.

So interessiert sich der angehende Jurist für Fragen der Soziologie und Politikwissenschaft — und ist früh überzeugter Europäer. Während der Semesterferien arbeitet er in South Wales in einem Schachtbauunternehmen. Die Aufgaben und Probleme, denen er hier begegnet, kennt er aus dem Ruhrgebiet. Strube wird nach Antwerpen abgeordnet.

Die Karriereleiter führt Strube von Belgien über Deutschland nach Brasilien, wo er entscheidende Aufbauarbeit leistet, und dann weiter in die USA, wo er das Nordamerikageschäft neu ordnet. Der Vergleich des damaligen brasilianischen Wirtschaftssystems mit dem Deutschlands lässt ihn die Vorteile offener Märkte, des Wettbewerbs und der unternehmerischen Freiheit im Ordnungssystem der Sozialen Marktwirtschaft klarer sehen.

Die Selbstverständlichkeit, mit der hier das in der Sozialen Marktwirtschaft erreichte hohe durchschnittliche Wohlstandsniveau ohne weitere Beachtung und Wertschätzung als gegeben hingenommen wird, hat mich stets verblüfft. Die sich abzeichnende Globalisierung der Märkte versteht er nicht als Bedrohung, sondern als Chance.

Bis heute vertritt Strube die Überzeugung, dass Wirtschaft, Politik und Gesellschaft wechselseitig aufeinander angewiesen sind und im Dialog bleiben müssen. Eine Selbstverpflichtung, der sich inzwischen über 60 deutsche Unternehmen und Organisationen angeschlossen haben.

In internationalen Wirtschaftsforen übernimmt Strube gleichfalls Verantwortung: