Exploration (Geologie)


Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Cerussit , Anglesit , Pyromorphit.

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Z meist durchgeführt mit dem Gerät Veris , können parallel mindestens zwei Messtiefen aufgenommen werden, 0 bis 30 cm und 0 — 90 cm. Dadurch ist es möglich, Bodenartenwechsel zwischen der obersten Schicht, in der Regel die Ackerkrume, und dem Unterboden zu identifizieren.

Geophysikalische Methoden Als besonders hilfreich haben sich die geophysikalischen Methoden zur Messung der elektrischen Bodenleitfähigkeit erwiesen. Die bisher in einigen Gebieten durch das Institut für Agrartechnik Bornim durchgeführten Untersuchungen lassen folgende Nutzung dieser Messmethode erkennen: Da unterstellt werden kann, dass innerhalb einer geschlossenen Teilfläche gleicher elektrischer Bodenleitfähigkeit das Bodenprofil sich nicht verändert hat, entsprechen die Bodenleitfähigkeits-Grenzen gleichzeitig Bodenartengrenzen.

Die Erstellung einer Konzeptbodenkarte wird erleichtert. Für ein bekanntes Bodenprofil lässt sich mittels der Signalanteilfunktion ein gewichteter mittlerer Tongehalt berechnen. Bei Unterstellung definierter Messbedingungen ist auch die elektrische Bodenleitfähigkeit für ein solches Profil eine Konstante. Eine Karte der elektrischen Bodenleitfähigkeit erlaubt sehr genau, die Unterschiedlichkeit Heterogenität des Bodeninventars eines Betriebes zu bewerten.

Auf dieser Grundlage lassen sich Entscheidungen, ob überhaupt und in welchem Umfang sich ein Einstieg in teilflächenspezifische Verfahren lohnt, qualifiziert abschätzen. Sie überfliegen die zu untersuchenden Gebiete und ziehen dabei an einem Kabel ein Magnetometer hinter sich her.

Sie zeigen, wie der Erdboden beschaffen ist und welche Merkmale und Gesteinsarten er aufweist. Ähnlich wie das Magnetfeld der Erde ist auch die Schwerkraft nicht an allen Orten gleich. Der Grund dafür ist die Dichte der Gesteinsschichten: Diesen Umstand macht sich die Methode der Gravimetrie zu Nutzen.

Beispielsweise befinden sich unter Salzschichten oft Erdgas- und Erdölvorkommen. Da Salz eine geringere Dichte als viele Gesteinsarten hat, kann eine geringere Erdanziehung ein Hinweis für Salzvorkommen in der Tiefe sein — und so den Geologen den Weg zu den gesuchten Rohstoffen weisen. Gemessen werden diese winzigen Abweichungen mit einem Gravimeter. In den vergangenen Jahrzehnten sind die Methoden zur Messung des Erdmagnetfelds und der Erdanziehungskraft immer moderner geworden.

Die Wintershall-Experten erhalten auf diese Weise wichtige Informationen über die Beschaffenheit des Erdbodens und können so geologische Karten erstellen, in denen beispielsweise die unterschiedlichen Gesteinsarten oder die Dicke der Gesteinsschichten verzeichnet sind. Das gilt vor allem dann, wenn die Ergebnisse mit den Daten anderer Methoden kombiniert werden — wie beispielsweise denen der Seismik.

Die Ergebnisse der Gravimetrie und der Magnetfeldmessung können beim Erstellen seismischer Modelle ebenso behilflich sein wie bei dem Interpretieren der durch die Seismik gewonnenen Daten. Aber nicht nur das: Dort, wo die Seismik nur eingeschränkt möglich ist — beispielsweise bei Lagerstätten unter Salzschichten — sind diese beiden Methoden sogar unerlässlich.